Warnlagebericht vom 03.09.2015 um 10:24 Uhr

Am Donnerstag häufiger Schauer, in der Mitte und im Osten auch einige Gewitter, im Süden aufkommender und teils kräftiger Dauerregen.

In der Nacht großflächig Beruhigung. An den Alpen länger anhaltender Regen. Im Nordwesten neue Schauer.

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Donnerstag bestimmt weiterhin Tief JONAS über der Nordsee das Wetter in Deutschland. Seine wellende Kaltfront verläuft entlang des Alpenhauptkamms. Dahinter fließt feuchte, labile und kühle Nordseeluft ins Land. In den Osten und Süden gelangt nochmals ein Schwung etwas wärmerer Luft, während in der Höhe kältere Luft (-20 bis -22 Grad in 5,6 Kilometern Höhe) heranweht. Diese Zutaten sorgen allgemein in der Osthälfte für ein erhöhtes Risiko kräftiger Schauer und Gewitter. Über dem Südosten Bayerns und über Tschechien entsteht ein kleines Randtief, das die wellende Kaltfront mit der Warmluft nach Norden schiebt, während von Westen kühlere Luft nachsickert. Am Freitag nähert sich JONAS dem Nordwesten Deutschlands und zieht Samstag über Dänemark weiter zur Ostsee. Dahinter breitet sich vom Atlantik Hochdruck aus. Auf der Vorderseite gelangt zunehmend Luft polaren Ursprungs in den Norden und Nordwesten.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Am Donnerstag starten wir in der Nordwesthälfte mit einer Mischung aus Sonnenschein und ein paar Wolkenfeldern. Vereinzelt sind erste Schauer möglich. In der Mitte und im Süden bilden sich ab dem Vormittag einige kräftige Schauer und einzelne Gewitter, die sich am Mittag und Nachmittag weiter bis in den Nordosten, Osten und Südosten des Landes ausbreiten. Aus den Alpen heraus setzt am Nachmittag länger andauernder, teils auch ergiebiger Regen ein, der sich recht zügig bis nach Niederbayern und ins Berchtesgadener Land ausbreitet. Gleichzeitig breiten sich von Nordrhein-Westfalen über Niedersachsen bis nach Schleswig-Holstein neue Schauer aus, die ebenfalls örtlich kräftiger sein können. Die Höchsttemperaturen liegen verbreitet zwischen 16 und 19 Grad. Am wärmsten wird es entlang des Rheins, in der Wetterau, im Rhein-Main-Gebiet, im Neckar-Raum, in Niederbayern sowie Richtung Oder und Oberlausitz mit 20 bis 22 Grad. In den Mittelgebirgen ist es mit 10 bis 15 Grad kühler und auch in kräftigen Schauern oder Gewittern geht die Temperatur teilweise in eben ähnlich kühle Gefilde zurück. Der Wind weht überwiegend schwach aus West bis Südwest, an der Nordsee (vor allem zwischen Helgoland und Nordfriesland) frisch mit starken bis stürmischen Böen.

In der Nacht zum Freitag klingen die Schauer im Osten langsam aus. Am Alpenrand hält der Dauerregen dagegen bis am Morgen an, vor allem im Chiemgau. Ganz im Nordwesten kommen allmählich neue Regenschauer aus Nordwesten auf. Sonst ist die Nacht trocken und bei aufgelockerter Bewölkung gebietsweise klar. Am kühlsten wird es in der Mitte Deutschlands mit Tiefstwerten von nur 6 (Hessisches Bergland) bis 9 Grad. Sonst gibt es mit mehr Wolken Tiefstwerte von 10 bis 14 Grad. Der Wind weht meist schwach, nur an der Nordsee mäßig bis frisch aus Süd bis Südwest.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Es sind Vorwarnungen vor starkem Dauerregen aktiv.


AUSBLICK WARNLAGE

Am Freitag im Nordwesten einzelne kräftige Schauer mit kurzen Gewittern und starken Böen.

Am Samstag in der Nordhälfte verbreitet kräftige Schauer und schauerartig verstärkte Regenfälle, in Südbayern teils ergiebiger Regen, an der Nordseeküste zum Abend Sturmböen möglich.

Am Sonntag von Nordrhein-Westfalen bis nach Sachsen und nördlich davon windiges Schauerwetter mit Sturmböen an den Küsten, auf den Bergen und in Schauernähe vereinzelt auch im Binnenland. An den Ostalpen regnerisch mit erstem Schnee bis unter 2000 Meter.

Jacqueline Kernn

Dieser Lagebericht wurde am 03.09.2015 um 10:24 Uhr ausgegeben.

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