Warnlagebericht vom 29.01.2015 um 22:06 Uhr

Kräftige Schnee- und Graupelschauer, vor allem Mittelgebirge zeitweise auch ergiebige Schneefälle, verbreitet Glättegefahr

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Freitag bestimmt das umfangreiche Tiefdrucksystem MISCHKA weiterhin das Wetter in großen Teilen Europas. Das steuernde Zentrum liegt im Bereich der Nordsee und weist zeitweise einen sehr geringen Luftdruck von etwa 965 hPa auf. Mit westlichem Höhenwind werden immer wieder "Störungen" in Form kleiner Tiefs oder Wellentiefs über Deutschland hinweggelenkt und bringen teils kräftige Schauer, überwiegend bis in tiefe Lagen als Schnee, zumindest meist als Schneeregen. Während es in kühler Meeresluft vom Nordatlantik in den tiefen Lagen tagsüber nasskalt ist, herrscht in höheren Lagen Winterwetter mit Schnee und Frost. Die Luftdruckgegensätze nehmen im Tagesverlauf wieder etwas ab.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum Freitag ziehen teils gewittrige und kräftige Schnee- und Graupelschauer von West nach ost über das Land hinweg. Gebietsweise kann sich eine geschlossene Schneedecke mit winterlichen Straßenverhältnissen einstellen. Besonders im Süden schneit es gebietsweise ergiebig. Der Wind weht in der Südosthälfte schwach bis mäßig, in Schauern auch frisch bis stark mit stürmischen Böen aus West bis Südwest. In der Nordwesthälfte weht nur schwacher bis mäßiger Wind. Verbreitet ist mit winterlichen Straßenverhältnissen zu rechnen, denn die Temperaturen sinken meist auf Tiefstwerte zwischen +1 und -2 Grad, in höheren Lagen ab 500 Metern auf -3 bis -5 Grad.

Am Freitag ist es weiterhin nasskalt und gebietsweise ziehen Schneeregen-, Schnee- und Graupelschauer durch. Örtlich kann es besonders am Vormittag längere Zeit schauerartig verstärkt schneien. Wo genau, lässt sich aber kaum vorhersagen. In höheren Lagen ab etwa 300 bis 400 Meter, im Süden 500 bis 700 Meter, fällt in den Schauern durchweg Schnee und es herrscht winterliches Wetter mit Dauerfrost. In tiefen Lagen werden maximal 1 bis 4 Grad erreicht, in kräftigen Schneeschauern kann es auch hier auf um die 0 Grad abkühlen. Auflockerungen können sich zumindest vorübergehend mal in der Westhälfte einstellen. Es weht mäßiger, in Böen teils frischer, in Schauernähe in Böen teils starker Wind aus westlichen Richtungen.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind Warnungen vor Schnee und Sturm sowie Hinweise zur Glätte aktiv. Akutwarnungen vor kräftigen Schauern und Gewittern erfolgen zeitnah bei Bedarf.

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AUSBLICK

Am Wochenende gestaltet sich eine regionale Vorhersage schwierig. Wir liegen weiterhin im Bereich der umfangreichen Tiefdruckzone, in der uns immer wieder "Störungen" in Form von Schauern oder schauerartigen Niederschlägen überqueren. Dazwischen bleibt es gebietsweise längere Zeit trocken. Die Niederschläge fallen überwiegend als Schnee, in tiefen Lagen tagsüber in der Westhälfte teils als Schneeregen. Vor allem im Stau der Mittelgebirge schneit es auch mal längere Zeit. Tagsüber werden im Tiefland 1 bis 4 Grad erreicht, in höheren Lagen herrscht Dauerfrost. Nachts stellt sich verbreitet leichter, im Süden teils mäßiger Frost ein und es muss mit Glätte durch Schnee und gefrierende Nässe gerechnet werden. Der mäßige, in Böen teils frische Wind erreicht meist keine Warnschwellen.

Zu Beginn der neuen Woche zeichnet sich wenig Wetteränderung ab. Es wird insgesamt ein wenig kälter, vor allem im Norden und Westen werden tagsüber aber weiterhin leichte Plusgrade erreicht. Neben längeren trockenen Phasen sind zeitweise Schneeschauer oder Schneefall möglich. Eine genaue Eingrenzung macht derzeit wenig Sinn.

Weitere Wetterinformationen in unserem Wetterportal auf wetter24.de


SONDERINFORMATION

Eine ausführliche Verifikation zur Sturmserie in Deutschland vom 08. bis 11.01.2015 gibt es hier

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Thomas Sävert

Dieser Lagebericht wurde am 29.01.2015 um 22:06 Uhr ausgegeben.

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