Warnlagebericht vom 23.04.2014 um 21:53 Uhr

- Nacht zum Donnerstag anfangs örtlich Schauer oder Gewitter, später meist Wetterberuhigung, örtlich dichter Nebel

- Am Donnerstag im Westen und Osten örtlich Schauer/Gewitter, warm

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Donnerstag liegt Deutschland weiterhin zwischen einem kräftigen Hochdruckgebiet über Skandinavien und tiefem Luftdruck in Südeuropa. Im Bereich von Konvergenzzonen können sich erneut stärkere Schauer- und Gewitterereignisse einstellen. Im Norden und Nordosten Deutschlands weht bei moderaten Luftdruckunterschieden mit östlicher bis nordöstlicher Strömung etwas trockenere und stabilere Luft heran. Die Mitte und der Süden verbleiben im Bereich geringer Luftdruckunterschiede. In der feuchtwarmen Luftmasse einmal entstandene Schauer und Gewitter bewegen sich daher kaum von der Stelle und können örtlich zu hohen Niederschlagsmengen führen. Auch am Freitag ändert sich an dieser Wetterlage nur wenig.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum Donnerstag gibt es anfangs örtlich noch Schauer oder Gewitter. Im Laufe der Nacht fallen die meisten Schauer- und Gewitterwolken in sich zusammen. Dann bleibt eine Mischung aus wolkigen Abschnitten und Regionen mit gering bewölktem Himmel übrig. Vor allem dort, wo es Schauer und Gewitter gab, bilden sich teils dichte Nebelbänke oder Hochnebelfelder. Im Nordosten, speziell zwischen der Uckermark bis zur Ostsee, regnet es teils noch schauerartig verstärkt. Mit 12 Grad im Westen und 6 Grad im Alpenvorland bleibt es recht mild. Der Wind ist aus unserer Sicht kein Thema.

Am Donnerstag ändert sich nicht viel am Wettercharakter. Im Bereich von Zonen mit konvergierenden, also zusammenströmenden Luftmassen bilden sich verstärkt Schauer und Gewitter, dies bevorzugt ganz im Westen sowie im Osten Deutschlands. In einer Zone ausgehend von Schleswig-Holstein über Ost- und Südniedersachsen bis nach Thüringen und Oberschwaben bleibt die Schauer- und Gewittergefahr bei einer Mischung aus Sonnenschein und Quellwolken gering. Innerhalb von Schauern und Gewittern sind lokal stürmische Böen, Starkregen und meist kleiner Hagel möglich. Je nach Sonnenscheindauer erwärmt sich die Luft wieder auf sehr milde 18 bis 21 Grad, örtlich können um 23 Grad erreicht werden. Bei Seewind ist es an den Küsten der Nord- und Ostsee mit 10 bis 14 Grad deutlich frischer.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Akutwarnungen für Starkregenschauer/Gewitter erfolgen bei Bedarf zeitnah.

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AUSBLICK

Am Freitag ist bevorzugt in der gesamten Südhälfte sowie in den nördlichen Mittelgebirgen mit nachmittäglichen Schauern und Gewittern zu rechnen. Diese können punktuell wieder mit Starkregen und kleinem Hagel sowie stürmischen Böen einhergehen. Von der schleswig-holsteinischen Nordseeküste bis zur Ostsee und nach Vorpommern bleibt es überwiegend sonnig und trocken. Verbreitet steigen die Temperaturen auf 21 bis 24, lokal auch auf rund 25 Grad an. Innerhalb von Schauern und bewölkter Abschnitte werden 15 bis 20 Grad erreicht, bei Seewind an den Küsten 10 bis 14 Grad. Der Wind weht an den Küsten mäßig mit frischen bis starken Böen aus Nordost, in der Mitte weht schwacher bis mäßiger östlicher Wind, im Süden bleibt es meist schwach windig.

Am Samstag deutet sich aus heutiger Sicht keine grundlegende Änderung an. Während es im äußersten Norden und Nordosten noch oft sonnig und trocken sein kann, bleibt es ansonsten wechselhaft mit Schauern und Gewittern.

Am Sonntag breiten sich teils kräftige Regenfälle und Gewitter wahrscheinlich über die gesamte Südwesthälfte hin aus. Möglicherweise bleibt es in Schleswig-Holstein, an der Ostsee und in Vorpommern meistens heiter und trocken. Im Regen im Westen und Südwesten werden teils nur 10 bis 15 Grad erreicht. Ansonsten ist mit 15 bis 19, bei längerem Sonnenschein von Niedersachsen über Sachsen-Anhalt und Thüringen, Sachsen und Brandenburg bis nach Vorpommern nochmals mit 19 bis 22 Grad zu rechnen. An der See sorgt der Seewind weiterhin für moderate 10 bis 14 Grad. Im Süden dürfte der Wind auf westliche Richtungen drehen, im Norden und Osten weht meist östlicher Wind.

Thomas Sävert

Dieser Lagebericht wurde am 23.04.2014 um 21:53 Uhr ausgegeben.

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