Warnlagebericht vom 20.09.2014 um 21:24 Uhr

Sonntag in der Südosthälfte teils kräftiger Regen und Gewitter

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Sonntag liegt ein steuerndes Tiefdruckgebiet über dem nördlichen Skandinavien, wobei sich zusätzlich das kleine Randtief GUDRUN über Südschweden bildet. Die Tiefdruckzone reicht über Deutschland hinweg bis in den Mittelmeerraum. Eine zugehörige Kaltfront zieht im Tagesverlauf von Nordwesten her in den Südosten unseres Landes und liegt am Mittag etwa auf einer Linie Eifel - Brandenburg. Sie leitet einen deutlichen Luftmassenwechsel ein. Während im Vorfeld der Kaltfront weiterhin die labile und feuchtwarme Luft der letzten Tage wetterbestimmend ist, strömt rückseitig der Front deutlich kühlere Nordmeerluft ein. Im Nordwesten unseres Landes beruhigt sich das Wetter im Tagesverlauf recht schnell, da sich hier zwar feuchte, aber stabilere Luft unter leichtem Hochdruckeinfluss vom Atlantik her ausbreitet. Allerdings nehmen zum Abend hin die Luftdruckgegensätze von der Nordsee her zu. Im Bereich der Front und besonders in ihrem Vorfeld über Süddeutschland kommt es verbreitet zu Regen und Gewittern.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum Sonntag ziehen weiterhin einige Schauer und Gewitter durch, die lokal kräftig ausfallen. Gebietsweise regnet es auch mal längere Zeit. Im Nordwesten kommen im Laufe der Nacht schauerartige Regenfälle auf, die sich vor allem auf die Gebiete im Nordseeumfeld ausbreiten. Hier kommt mäßiger bis frischer Nordwestwind auf, sonst weht abseits von Gewittern schwacher Wind. Mit Tiefstwerten von 16 bis 13 Grad bleibt die Nacht mild.

Am Sonntag muss etwa südlich einer Linie vom Saarland über Hessen bis nach Thüringen und Sachsen verbreitet mit Schauern, teils auch schauerartigem Regen und kräftigen Gewittern gerechnet werden. Örtlich kann es zu Starkregen und Sturmböen, vor allem im Süden lokal zu Hagel kommen. Weiter nordwestlich gibt es anfangs Schauer oder es regnet zeitweise, in der zweiten Tageshälfte lockern hier die meist dichten Wolken immer weiter auf und nur selten ziehen kurze Schauer von der Nordsee landeinwärts. Es wird mit 17 bis 21 Grad kühler und in der Nordwesthälfte nicht mehr schwül. Abseits von Gewittern weht meist mäßiger, im Norden teils frischer Wind mit starken bis stürmischen Böen an der Nordsee.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind Gewitter- und Sturmvorwarnungen aktiv. Akutwarnungen vor Starkregenschauern und Gewittern erfolgen bei Bedarf zeitnah.

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AUSBLICK

Der Montag bringt meist dichte Wolkenfelder und zahlreiche Regenschauer, im Osten lokal auch kurze Gewitter. In der Westhälfte gibt es am Nachmittag kaum noch Schauer und gebietsweise setzt sich die Sonne durch. Im Osten ist es verbreitet stark bewölkt und es kann auch längere Zeit regnen. Bei mäßigem bis frischem und in Böen starkem Nordwestwind werden nur noch 14 bis 16, mit Sonne im Nordwesten um 17 Grad erreicht. An den Küsten, im Hochharz und im oberen Erzgebirge treten teils Sturmböen auf, in Schauer- und Gewitternähe sind Sturmböen auch bis ins Tiefland nicht ausgeschlossen.

Am Dienstag zeichnet sich unter Hochdruckeinfluss ruhiges und trockenes Wetter ab. Am Morgen gibt es vielfach Nebel oder Hochnebel, teilweise setzt sich im Tagesverlauf aber die Sonne durch. Dann werden im Südwesten und Westen bis 19 Grad erreicht, sonst nur 12 bis 16 Grad.

Am Mittwoch könnten im äußersten Norden Schauer aufziehen, sonst bleibt es bei einer Mischung aus Nebel- und Hochnebel vor allem am Morgen und Vormittag und gebietsweise Sonnenschein besonders am Nachmittag.


SONDERINFORMATION

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Stefan Laps

Dieser Lagebericht wurde am 20.09.2014 um 21:24 Uhr ausgegeben.

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