- Im Südwesten örtlich Sturmböen
- Abends im Süden aufkommender Schneefall
AKTUELLE WETTERLAGE
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Fronten- und Isobarenkarte für Mittwoch, den 10.03.2010 - 13 Uhr MEZ
Am Mittwoch beeinflusst eine langgestreckte Hochdruckzone zwischen den Britischen Inseln und der Ukraine das Wetter in weiten Teilen Mitteleuropas. Dabei gelangt mit nordöstlicher Strömung weiterhin kalte Polarluft nach Deutschland. An der Südflanke des Hochs gleichen sich darüber hinaus starke Luftdruckgegensätze zu einem ausgedehnten Tiefdruckgebiet über Italien durch ein Starkwindfeld aus. Die Fronten des Tiefs machen sich in Deutschland in Alpennähe mit dichter Bewölkung und etwas Schnee bemerkbar.
VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND
Am Nachmittag weht in der Südwesthälfte frischer bis starker Wind aus Nordost bis Ost. Bevorzugt in exponierten Lagen können in den Gebieten zwischen dem Saarland und dem Bodensee örtlich Sturmböen bis ins Flachland auftreten, im Bergland sind auch schwere Sturmböen möglich. Im Hochschwarzwald treten in den höchsten Lagen anfangs noch schwere Sturmböen auf. In den südlichen Landesteilen verdichtet sich die Bewölkung und zum Abend setzt in den Gebieten etwa südlich des Donauverlaufs leichter Schneefall ein. In einem breiten Streifen von der Eifel und dem Niederrhein bis nach Brandenburg ist es gering bewölkt, teils auch wolkenlos, nördlich einer Linie Ostfriesland - Vorpommern kann es bis zum Abend bei dichter hochnebelartiger Bewökung trübe bleiben. Im Nordosten kann örtlich etwas Nieselregen nicht ausgeschlossen werden, der stellenweise zu Glatteis gefrieren kann. Hier weht überwiegend auch nur schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen. Zum Abend hin lässt der Wind auch in der Südwesthälfte wieder nach.
In der Nacht zum Donnerstag schneit es in den Gebieten südlich der Donau zeit- und gebietsweise leicht bis mäßig. Die Regionen mit nur gering bewölktem Himmel werden unterdessen immer weniger, da sich die hochnebelartige Bewölkung im Norden langsam südwärts ausdehnt und auch im Süden des Landes breiten sich dichte Wolken weiter aus. Somit nimmt die Neigung zu strengem Nachtfrost allgemein weiter ab, in den klaren Gebieten in der Mitte und im Osten ist örtlich aber weiterhin stellenweise strenger Frost möglich. Der Wind kommt meist aus Nordost bis Nord und weht in der Südwesthälfte mäßig, im Bergland teils auch noch frisch. Im äußersten Norden und Nordosten kommt der Wind aus südwestlichen bis nordwestlichen Richtungen und weht dabei nur schwach.
ÜBERSICHT WARNLAGE
Starkschneefall: Die Vorwarnungen sind ab der Nacht zum Donnerstag gültig.
Sturm/Orkan: Die Akutwarnungen sind meist bis zum späten Mittwochabend gültig. Die Vorwarnungen gelten teilweise bis in die Nacht zum Donnerstag.
Extremtemperaturen: Die Warnungen sind in der Nacht zum Donnerstag gültig.
Glätte: Bitte beachten Sie die gesonderten Glättehinweise in den einzelnen Bundesländern.
AUSBLICK
Am Donnerstag bleibt es nach frostiger Nacht im Norden und in der Mitte des Landes weitgehend trocken. Lediglich im äußersten Norden und Nordosten ist im Tagesverlauf örtlich etwas Sprühregen möglich. Stellenweise kann es dabei zu Glatteisbildung kommen. Von der Eifel bis zur Uckermark und nördlich davon verhängen dabei oft dichte, hochnebelartige Wolken den Himmel. In der Landesmitte kann sich hingegen die Sonne gebietsweise gut durchsetzen. Südlich der Donau fällt aus dichten Wolken weiterhin zeit- und gebietsweise etwas Schnee, in tiefen Lagen ist auch Schneeregen möglich. Es weht meist schwacher, an den Küsten und in einigen Bergländern auch mäßiger Wind aus Nordwest bis Nordost.
Am Freitag bringt der abgeschwächte Ausläufer eines Tiefs über dem Ostseeraum in der Nordhälfte und der Mitte des Landes zeit- und gebietsweise etwas Schnee, Schneeregen oder Regen. Dort, wo die Böden noch gefroren sind, ist vorübergehend Glatteisbildung nicht ausgeschlossen. Im Süden sind anfangs noch dichtere Wolkenfelder unterwegs, im Tagesverlauf sind hier gebietsweise aber auch längere sonnige Passagen möglich. Nur noch vereinzelt fällt hier etwas Schnee oder Schneegriesel. Der Wind dreht auf westliche Richtungen, frischt etwas auf und weht im Süden schwach, in der Nordhälfte mäßig, an den Küsten auch frisch bis stark.
Am Samstag erreicht der Ausläufer des o. g. Tiefs auch die Südosthälfte des Landes und es muss verbreitet mit Schneefällen gerechnet werden, die in den Nordweststaulagen der Mittelgebirge auch kräftiger ausfallen können. In tiefen Lagen ist bei leichten Plusgraden auch Schneeregen oder Regen möglich. Im Nordwesten lassen die Niederschläge im Tagesverlauf voraussichtlich nach, es muss aber noch mit einzelnen Schnee- oder Graupelschauern gerechnet werden. Es weht meist mäßiger, an den Küsten auch frischer bis starker Wind vornehmlich aus nordwestlichen Richtungen.
Torsten Walter
Dieser Lagebericht wurde am 10.03.2010 um 14:21 Uhr ausgegeben.