Warnlagebericht vom 23.08.2014 um 17:30 Uhr

Am Abend noch Schauer oder örtliche Gewitter

Am Sonntag vor allem im Norden noch Schauer oder kurze Gewitter, im Süden mehr Sonne

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Sonntag bestimmt das Tief XIOMARA vor allem im Norden und Nordosten das Wetter weiterhin mit labiler und sehr kühler Luft polaren Urpsprungs. Im Bereich einer Schauerstaffel kann es hier vermehrt zu Schauern und vereinzelt gewittrigen Entladungen kommen. Mit Blick Richtung Südwesten ist ein kleines Zwischenhoch zu erkennen. Es hat sich vom Azorenhoch abgetrennt. Es ist Hochdruckgebiet ELMAR. Es kann zunächst im Südwesten Deutschlands, später auch im Westen, für eine Wetterberuhigung sorgen. Dabei ändert sich an den Temperaturen erstmal nichts Wesentliches. Weiter draussen auf dem atlantischen Ozean ist derweil das neue Tiefdrucksystem YASMIN auszumachen. Zwischen ihm und Hoch ELMAR wird im Verlauf der kommenden Woche etwas wärmere Luft subtropischen Urprungs zu uns gelenkt. Diese ist aber feucht und wird mit Tiefausläufern zu uns geführt, sodass es vorerst gebietsweise weiterhin bei dem unbeständigen Witterungscharakter bleiben dürfte.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Heute Abend treten bei wechselnder Bewölkung noch einige, teils kräftige Schauer auf, stellenweise ist auch noch ein kurzes Gewitter möglich. Vielfach trocken ist es in Richtung Niederbayern, am Bayerischen Wald und auch anfangs noch in Richtung Uckermark. Auch zum Niederrhein hin werden Schauer immer seltener. Der Wind weht aus Südwest bis Nordwest, kann in Schauern oder Gewittern kräftig sein mit stürmischen Böen.

In der Nacht zum Sonntag lassen Schauer und örtliche Gewitter meist rasch nach und der Himmel klart gebietsweise auf. An den Küsten muss aber die ganze Nacht hindurch zeitweise mit Schauern und vereinzelt auch mit Gewittern gerechnet werden. Bei längerem Aufklaren kann sich stellenweise Nebel bilden. Es wird frisch mit 9 bis 6 Grad, nur an einigen Küstenabschnitten und generell unter bedecktem Himmel ist es bei 10 bis 13 Grad etwas milder. An der Nordsee weht frischer Nordwestwind mit starken bis stürmischen Böen. Ansonsten weht in der Mitte und vor allem im Süden schwacher bis mäßiger Südwest- bis Westwind.

Am Sonntag startet der Tag im größten Teil Deutschland vielfach aufgelockert bewölkt mit sonnigen Abschnitten und Regenschauer bilden zunächst die Ausnahme. Nur in Küstennähe sowie zwischen Bodensee und Alpenrand regnet es zeitweise oder es ziehen Schauer durch. Im Westen und Südwesten kann es in den Flusstälern morgens neblig sein. Tagsüber bilden sich wieder recht verbreitet Regenschauer und vor allem in der Nordhälfte sind örtlich auch kurze Gewitter möglich. Dazwischen scheint aber auch nachmittags zeitweise die Sonne. Seltener sind Schauer südlich des Mains anzutreffen und hier am ehesten über den Mittelgebirgen. Vor allem in Baden-Württemberg kann es auch längere sonnige Abschnitte geben und Schauer bilden hier die Ausnahme, es bleibt also öfters trocken. Es weht im Norden und Osten zeitweise mäßiger, teils auch frischer Wind. An den Küsten sowie in den höchsten Lagen der Mittelgebirge sind starke bis stürmische Böen möglich. Abgesehen von punktuell kurzen Gewittern, die vereinzelt mit Graupel und starken bis stürmischen Böen einhergehen können, sind keine warnrelevanten Ereignisse zu erwarten.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind Warnungen vor Starkregen und Sturm sowie Gewittervorwarnungen aktiv. Akutwarnungen vor Starkregenschauern oder Gewittern erfolgen bei Bedarf zeitnah.

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AUSBLICK

Am Montag ziehen von Südwesten her die Wolkenfelder des Tiefs YASMIN auf und nachmittags fällt vor allem ganz im Westen und Süden gebietsweise Regen. Im Norden und Nordosten sind neben längeren sonnigen Abschnitten auch einzelne Regenschauer in Betracht zu ziehen. Es weht überwiegend schwacher Wind und die Höchstwerte liegen meist bei 16 bis 20 Grad.

Am Dienstag sind mit einem neuen Tiefdruckgebiet besonders im Süden, Südwesten und unter Umständen auch im Westen ergiebige und teils gewittrige Regenfälle möglich. Im Nordosten und Osten ist es voraussichtlich weitgehend trocken. Der Südwestwind nimmt im Süden deutlich zu und vor allem im Schwarzwald können Sturmböen auftreten. Nach Norden hin weht eher schwacher bis mäßiger Wind. Die Höchstwerte liegen zwischen 16 und 22 Grad.

Für den Mittwoch deutet sich eine Zweiteilung an. In der Mitte und dem Süden fällt zeit- und gebietsweise Regen oder es kommt wiederholt zu Schauern. Im Norden ist es teils heiter, zeitweise aber auch bewölkt und ganz vereinzelte Schauer sind nicht ausgeschlossen. Insgesamt wird es etwas wärmer als zuletzt: In längeren heiteren Abschnitten können 20 bis 22 Grad erreicht werden. Unter Bewölkung bzw. in Schauern bleiben die Temperaturen meist bei 17 bis 19 Grad. Der Wind weht aus West bis Nord und spielt aus unserer Sicht keine Rolle.


SONDERINFORMATION

Nordfriesland in diesem August regenreichste Region Deutschlands
Bedingt durch das warme Wasser der Nordsee und häufig höhenkalte sowie damit labile Luftmassen sind Nordfriesland und weitere Landesteile im nördlichen Schleswig-Holstein im August 2014 die bisher regenreichsten Regionen in Deutschland. Schauerartige Regenfälle und teils auch Gewitter zogen mit südwestlicher Strömung von der Nordsee her sehr häufig in diese Region. Auch am Wochenende sind hier weitere, teils auch kräftige Regenfälle zu erwarten. Im langjährigen Mittel fallen in Leck (Schleswig-Holstein) im August rund 90 l/m².

Niederschlag August 2014, Stand 22.08., 08 Uhr

188 l/m² - Leck
174 l/m² - Weesby
171 l/m² - Pellworm, Amrum
175 l/m² - Helgoland

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Andreas Neuen

Dieser Lagebericht wurde am 23.08.2014 um 17:30 Uhr ausgegeben.

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