Warnlagebericht vom 30.03.2015 um 07:20 Uhr


- Am Montag verbreitet Schauer, weiter sehr windig
- In der Mitte und im Norden im Bergland schwere Sturmböen, höchste Gipfel orkanartige Böen, im Tiefland Sturmböen möglich

- Am Dienstag schwere Sturmlage, verbreitet schwere Sturmböen, örtlich auch orkanartige Böen bis ins Flachland! Im Bergland und an der Nordsee Orkanböen möglich

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Montag zieht das Sturmtief MIKE über die Ostsee nach Finnland ab. Die zugehörige Kaltfront bleibt an den Alpen hängen und bringt hier zunächst noch anhaltende Regenfälle. Auf Rückseite des Tief weht mit westlicher bis nordwestlicher Strömung höhenkalte Luft in weite Landesteile und die Schauertätigkeit lebt tagsüber auf. Das Sturmfeld des Tiefs beeinflusst vor allem noch die Nordosthälfte und das Bergland.

Unterdessen zieht bereits das nächste Randtief mit dem Namen NIKLAS vom Atlantik heran. Es erreicht in der Nacht zum Dienstag die Nordsee und tagsüber am Dienstag voraussichtlich die polnische Ostseeküste. Mit diesem neuen Tief erwarten wir in weiten Landesteilen eine schwere Sturmlage!


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Am Montag fällt im südlichen Baden-Württemberg und in Südbayern länger anhaltender und vor allem anfangs teilweise ergiebiger Regen, der erst im Laufe des Tages allmählich nachlässt. Ansonsten ziehen bei wechselnder, meist starker Bewölkung einige Schauer über das Land, vereinzelt kann auch mal ein Gewitter dabei sein. Die Schneefallgrenze liegt bei 600 bis 800, an den Alpen bei rund 1000 Metern. Die Höchstwerte liegen meist bei 7 bis 10 Grad, im Westen und Südwesten werden bis zu 12 Grad erreicht. Der West- bis Nordwestwind weht mäßig bis frisch, im Norden und Osten auch stark mit der Gefahr von Sturmböen. In Schauern sowie an den Küsten sind auch schwere Sturmböen möglich, vereinzelt sind in kräftigen Schauern auch orkanartige Böen nicht ausgeschlossen.

In der Nacht zum Dienstag frischt der Südwestwind im Nordwesten, Westen und Süden wieder auf und bis ins Tiefland sind Sturmböen oder auch schwere Sturmböen möglich. Im Bergland können orkanartige Böen, auf den höchsten Gipfeln Orkanböen auftreten. Dazu breiten sich rasch kräftige Regenfälle von Westen her auf weite Landesteile aus. Zum Morgen erreichen die Niederschläge auch den Osten des Landes. Hier kann mitunter bis in tiefe Lagen auch Schneeregen oder Schnee mit dabei sein. In den westlichen Mittelgebirgen fällt bis in die Gipfellagen Regen. An den Alpen steigt die Schneefallgrenze auf 1600 bis 1800 Meter an. In Staulagen der Berge sind ergiebige Regenfälle zu erwarten. An Bächen und kleinen Flüssen besteht teilweise Hochwassergefahr.

Am Dienstag nimmt der Sturm weiter zu und im ganzen Land muss mit schweren Sturmböen und orkanartigen Böen aus Südwest bis Nordwest gerechnet werden. Vor allem in den Mittelgebirgen können Orkanböen auftreten, örtlich sind auch in tiefen Lagen Orkanböen möglich. Verbreitet fällt bis in die höchsten Lagen der Mittelgebirge Regen, örtlich auch schauerartig verstärkt. In West- und Nordweststaulagen der Mittelgebirge sind warnrelevante Regenmengen zu erwarten. Im Tagesverlauf ziehen im Nordwesten und Norden auch kräftige Schauer und lokale Graupelgewitter durch. Im Norden werden 6 bis 10 Grad erreicht, sonst wird es wieder milder mit 9 bis 14 Grad, am Oberrhein örtlich auch 15 Grad.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Es sind Warnungen vor Sturm, Starkregen, und Schneefall aktiv. Warnungen vor Starkregenschauern und Gewittern erfolgen zeitnah bei Bedarf.


AUSBLICK

Am Mittwoch setzt sich windiges und sehr wechselhaftes Schauerwetter durch. Immer wieder ziehen teils kräftige Schauer durch, teils mit Graupel oder Schnee, ab 300 bis 500 Meter zumeist als Schnee. Örtlich sind auch kurze Gewitter möglich. Vor allem in Schauernähe können weiterhin teils schwere Sturmböen auftreten. Mit höchstens 5 bis 10 Grad, am Oberrhein auch 11 bis 12 Grad ist es wieder kühler.

Am Donnerstag ist es in der Mitte und im Norden des Landes wechselnd bewölkt und hier treten weitere, teils kräftige Schauer auf, die mit Graupel verbunden sein können, auf den Mittelgebirgsgipfeln fällt Schnee. Im Süden ist es durchweg wolkenreich und zeitweise fällt Regen, oberhalb etwa 800 Meter auch Schnee. Mit höchstens 4 bis 10 Grad bleibt es recht frisch. Der kräftige Nordwestwind lässt langsam nach. In der Nacht zum Freitag stellt sich gebietsweise leichter Frost ein.

Am Freitag (Karfreitag) breiten sich kräftige Regenfälle auf die Südwesthälfte aus, vor allem in einigen Mittelgebirgen ist auch Schneeregen oder Schnee möglich. In der Nordosthälfte ist es wechselhaft mit sonnigen Abschnitten und nur einzelnen Schauern. Mit 6 bis 11 Grad bleibt es recht kühl.

Trend für das Osterwochenende: Zu kalt für die Jahreszeit, Schauerwetter, in den Mittelgebirgen und in den Alpen Winterwetter. Im Südwesten und Westen wahrscheinlich Wetterberuhigung. Nachts gebietsweise frostig.

Thomas Sävert

Dieser Lagebericht wurde am 30.03.2015 um 07:20 Uhr ausgegeben.

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