Warnlagebericht vom 21.09.2014 um 21:36 Uhr

In der Nacht zum Montag im Süden teils kräftiger Regen

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Montag zieht das Tiefdruckgebiet GUDRUN mit seinem Zentrum über das Baltikum hinweg. Die Kaltfront hat Deutschland überquert und ist weiter nach Osteuropa gezogen, so dass bei uns verbreitet kühle Nordmeerluft aus Nordwesten einströmt. In rund 5,5 Kilometern Höhe zieht zudem ein abgeschlossenes Gebiet kalter Luftmassen (Höhentief mit bis zu -26 Grad) von Norddeutschland südostwärts in Richtung Bayern. Dadurch labilisiert sich die Schichtung der Luftmassen und verbreitet kommt es zu Regenschauern, vor allem in der Osthälfte unseres Landes auch zu kurzen Kaltluftgewittern. Das Hochdruckgebiet JOSEF über den Britischen Inseln sorgt in der zweiten Tageshälfte vor allem in Nordwestdeutschland für meist trockenes Wetter. Allerdings verschärfen sich bei uns die Luftdruckgegensätze recht deutlich, folglich ist es zeit- und gebietsweise sehr windig.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum Montag ziehen sich schauerartige und teils kräftige Regenfälle Richtung Bodensee und Alpen zurück. Vor allem an den Alpen regnet es anhaltend und gebietsweise ergiebig. Die Schneefallgrenze sinkt bis zum Morgen gegen 2000 Meter. Im übrigen Land ist es nur vorübergehend und gebietsweise klar, häufig bildet sich Hochnebel und stellenweise fällt auch geringer Regen. An der Ostsee sind häufiger Schauer unterwegs. Es weht weht schwacher bis mäßiger, im Norden teils frischer und an der Nordsee starker Nordwestwind. An der Küste treten hier stürmische Böen, teils auch Sturmböen auf.

Der Montag bringt viele dichte Wolkenfelder und zahlreiche Regenschauer, im Osten lokal auch kurze Gewitter. Im Nordwesten gibt es am Nachmittag kaum noch Schauer und gebietsweise setzt sich die Sonne länger durch. Im Osten ist es verbreitet stark bewölkt und es kann auch längere Zeit regnen. Bei mäßigem bis frischem und in Böen starkem Nordwestwind werden nur noch 11 bis 14, mit Sonne im Nordwesten, Westen und Südwesten 15 bis 17 Grad erreicht. An den Küsten, im Hochharz und im oberen Erzgebirge treten teils Sturmböen auf, in Schauer- und Gewitternähe sind Sturmböen auch bis ins Tiefland nicht ausgeschlossen.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind Sturm- und Starkregenwarnungen aktiv. Akutwarnungen vor Starkregenschauern und Gewittern erfolgen bei Bedarf zeitnah.

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AUSBLICK

Am Dienstag zeichnet sich nach kühler Nacht unter Hochdruckeinfluss ruhiges und trockenes Wetter ab. Am Morgen gibt es vielfach Nebel oder Hochnebel, teilweise setzt sich im Tagesverlauf aber die Sonne durch. Dann werden im Südwesten und Westen bis 19 Grad erreicht, sonst nur 12 bis 16 Grad. In der Nacht zum Mittwoch ist im Süden bei Tiefstwerten von nur 6 bis 2 Grad in ländlichen Gebieten Bodenfrost möglich.

Am Mittwoch ziehen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein dichte Wolken mit Regenschauern auf, die sich bis nach Mecklenburg-Vorpommern ausbreiten. Dazu kommt hier mäßiger bis frischer Wind auf. Sonst bleibt es bei einer Mischung aus Nebel- und Hochnebel vor allem am Morgen und Vormittag und gebietsweise Sonnenschein besonders am Nachmittag. Die Höchstwerte liegen bei 15 bis 17, im Westen und Südwesten mit Sonnenschein bei bis zu 19 Grad.

Der Donnerstag bringt viele Wolken und einige Regenschauer, gebietsweise ist es ganztägig trüb. Dabei weht in der Nordosthälfte mäßiger bis frischer Nordwestwind mit starken Böen. In den Hochlagen der dortigen Mittelgebirge sowie an der Ostsee sind stürmische Böen, auf den höchsten Gipfeln im Erzgebirge und Harz Sturmböen möglich. Nachmittags werden im Westen und Südwesten bis 18, sonst meist 14 bis 17 Grad erreicht.


SONDERINFORMATION

Niederschlagsmengen 24stündig bis Sonntag, 08 Uhr
57 l/m² - Zwickau SN
54 l/m² - Emmerich-Elten NW
48 l/m² - Coswig (Sachsen) SN
44 l/m² - Kalterherberg NW
43 l/m² - Neuhausen ob Eck-Unterschwandorf BW
41 l/m² - Manderscheid RP
40 l/m² - Obermoschel RP
38 l/m² - Lüdenscheid NW

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Stefan Laps

Dieser Lagebericht wurde am 21.09.2014 um 21:36 Uhr ausgegeben.

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