Warnlagebericht vom 17.04.2014 um 20:37 Uhr

Freitag etwa Osten bis Mitte örtlich kräftige Schauer, Graupelgewitter

Samstag/Sonntag nur geringe Gewittergefahr, überwiegend ruhig

Montag sind häufiger kräftige Schauer und örtlich Gewitter möglich


Osterzeit - Reisezeit! Informieren Sie sich über das Wetter und Wetterunbilden in unserer Unwetterzentrale Europa

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Freitag zieht Tief QUENDOLIN unter Abschwächung über die Ostsee hinweg nach Polen. Die Kaltfront erreicht nachmittags die Alpen und führt rückseitig kühle und feuchte Meeresluft polaren Ursprungs heran. Ein weiterer Tiefausläufer sorgt in der Nordhälfte für vermehrte Schaueraktivität. In der Höhe wird dabei recht kalte Luft herangeführt (rund -34 Grad in 5400 Metern Höhe). Aus diesem Grund sind lokal auch kurze Graupelgewitter in Betracht zu ziehen. Es ist ein in sich abgeschlossenes Gebiet von Höhenkaltluft; ein sogenannter Kaltlufttropfen. Dieser sorgt für eine Labilisierung der Troposphäre und auch kurze Gewitter sowie kräftige Schauer mit Graupel sind möglich. Die Luftdruckgegensätze schwächen ich im weiteren Verlauf wieder ab. Dieser Kaltlufttropfen verlagert sich in der Nacht zum Samstag über den Westen Deutschlands hinweg Richtung Luxemburg. Er sorgt dann über Ostern weiterhin für teilweise wechselhaftes Wetter in Deutschland sowie in ganz Mitteleuropa. Allerdings wird deutlich wärmere Luft an der Ostflanke des Kaltlufttropfens zu uns transportiert.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum Freitag wird der Nordwesten von einem Regengebiet überquert. Es erreicht bis zum frühen Morgen etwa eine Linie Saarland - Hessen - Unterfranken - Berlin. Davor ist es klar oder nur leicht bewölkt und trocken. Hinter dem Regengebiet reißt die Wolkendecke bereits wieder auf, doch von der Nordsee folgen neue Schauer nach. Der Wind bleibt im Süden noch schwach aus südwestlichen Richtungen. In der Mitte und dem Norden weht mäßiger, in Böen frischer bis starker und auf Nordwest drehender Wind. An der Nordsee sind vereinzelte Sturmböen aus Nord- bis Nordwest nicht auszuschließen.

Am Karfreitag ziehen dichte Wolken mit Regen südostwärts über den Süden und anfangs über den Osten hinweg. Richtung Alpen und Niederbayern ist es bis zum Mittag noch trocken. In der Nordhälfte stellt sich sehr wechselhaftes Schauerwetter ein. Zwar reißt die Wolkendecke immer wieder mal auf, aber es folgen zahlreiche, teils kräftige Schauer, örtlich auch kurze Gewitter mit Graupel. In den höchsten Lagen der nördlichen Mittelgebirge kann in kräftigen Schauern Schneeregen oder Schnee dabei sein. Am Abend regnet es am Alpenrand und die Schneefallgrenze sinkt gegen 1000 Meter. Die Höchstwerte liegen bei 9 bis 14 Grad. Im Westen und Nordwesten kommt mäßiger bis frischer Wind aus nordwestlichen bis nördlichen Richtungen auf. In Schauer- und Gewitternähe sind starke bis stürmische Böen zu erwarten. Im Osten und im Süden weht der Wind nur schwach bis mäßig aus Nordwest.

In der Nacht zum Samstag gibt es einige Schauer, die anfangs örtlich noch kräftig, aber nur ganz vereinzelt gewittrig sind. Diese treten vor allem von Niedersachsen bis nach Thüringen, Hessen und Franken sowie gebietsweise in Nordrhein-Westfalen auf. Sonst wird es zunehmend trocken. An den Alpen schneit es anfangs bis auf rund 700 Meter, lokal auch etwas tiefer. Jedoch lässt der Schneefall voraussichtlich schon in der zweiten Nachthälfte nach. Im Erzgebirge sowie in den südlichen Mittelgebirgen und im Allgäu kann es leichten Frost geben. An der Nordsee weht frischer und in Böen starker Nordostwind, der aber immer weiter nachlässt. Sonst weht verbreitet schwacher bis kaum spürbarer Wind.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind Warnungen vor Sturm aktiv. Im Login-Bereich sind Hinweise zur Waldbrandgefahr aktiv.

Europa: Besteht auch in anderen Ländern Europas Unwettergefahr? Besuchen Sie unsere Unwetterzentralen für Unwetterzentrale Europa.


AUSBLICK

Am Samstag gibt es im Osten, Süden und Westen vor allem in der ersten Tageshälfte gebietsweise dichte Wolkenfelder und vom Schwarzwald und dem Breisgau bis zum Bodensee und Allgäu fällt stellenweise etwas Regen. Sonst gibt es kaum Schauer. Nachmittags lockern die Wolken gebietsweise auf und die Sonne kann sich häufiger zeigen. Im Norden und Osten gibt es neben einigen Quellwolken vor allem nachmittags viel Sonne und es bleibt trocken. Der Wind weht mäßig, in Böen frisch aus Nordost. Unter dichten Wolken, bzw. im Regen im Südwesten ist es kühl bei 9 bis 12, mit etwas Sonne werden rund 16 Grad erreicht. Sonst liegen die Höchstwerte bei 12 bis 14 Grad in Südbayern, im übrigen Land bei 16 bis lokal um 20 Grad in Brandenburg.

Der Ostersonntag bringt einen Wechsel aus dicken Quellwolken und längeren sonnigen Abschnitten. Am meisten Sonne ist im Norden und Osten zu erwarten. Nachmittags und abends sind verstreut über das Land hier und da kurze Regenschauer nicht ganz ausgeschlossen. Gewitter werden voraussichtlich nicht auftreten. Im Süden weht schwacher, sonst mäßiger und an den Küsten teils frischer und in Böen starker Wind aus östlichen Richtungen. Es wird insgesamt frühlingshaft warm. Je nach Sonnenscheindauer werden im Süden und Südwesten 16 bis 21, sonst nach Norden und Osten hin verbreitet 18 bis 22 Grad erreicht.

Am Ostermontag ist es aus heutiger Sicht verbreitet wechselhaft und besonders am Nachmittag bilden sich in feuchtwarmer Luft gebietsweise Schauer und Gewitter. Diese können örtlich kräftig ausfallen und mit Starkregen einhergehen. Eine genaue regionale Eingrenzung ist derzeit aber noch nicht möglich. Zeitweise bekommt aber auch die Sonne Chancen. Abseits von Gewittern weht der Wind nur schwach. Im Norden und Osten aus Nordost, im Westen, in der Mitte und im Süden aus unterschiedlichen Richtungen. Die Höchstwerte liegen bei 16 bis 21, im Norden und Osten örtlich auch darüber.

Wer über die Ostertage in Europa unterwegs sein wird, ist gut informiert über unsere entsprechenden Europaportale. Dort stellen wir neben Wetterwarnungen auch Wetterdaten, Wettervorhersagefilme und Prognosen für den gewünschten Ort zur Verfügung. Mit Klick auf das entsprechende Land kommen sie zu einer vielfältigen Prognoseauswahl. Zur Unwetterzentrale Europa.

Fabian Ruhnau

Dieser Lagebericht wurde am 17.04.2014 um 20:37 Uhr ausgegeben.

ANZEIGE