Warnlagebericht vom 24.10.2014 um 05:46 Uhr

Bis auf Weiteres ruhiges und wieder deutlich milderes Herbstwetter

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Freitag ist das Tief Ex-GONZALO nach Südosteuropa abgezogen und sorgt hier für stürmisches und nasses Wetter. Auf Deutschland hat das Tief keinen Einfluss mehr und auch im Berchtesgadener Land lassen die staubedingten Niederschläge nach. Bei uns sorgt eine Hochdruckbrücke, die sich von der Iberischen Halbinsel über Mitteleuropa bis nach Russland erstreckt, für ruhiges und trockenes Herbstwetter. In der feuchten Luft dürften aber zunächst vielerorts Nebel und tiefhängende Bewölkung vorherrschen, bevor sich zum Nachmittag die Sonne gebietsweise besser durchsetzen kann. Von der Nordsee her breiten sich im Tagesverlauf die Ausläufer eines umfangreichen Tiefdrucksystems bei Island auf die Nordwesthälfte aus und sorgen hier vor allem in der Nacht zum Samstag für Regen. Gegen das kräftige Hochdruckgebiet PITTER über Russland kommen die Fronten aber nur langsam und in abgeschwächter Form ostwärts voran, so dass am Wochenende nur noch hier und da mit Regen zu rechnen ist und sich das ruhige Herbstwetter fortsetzt.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Heute erwarten wir verbreitet typisches und trockenes Herbstwetter. Nur vom Emsland über Ostfriesland bis in den Norden Schleswig-Holsteins fällt zeitweise Regen, vor allem am Nachmittag. Der anfängliche, meist nur noch schwache Regen im Chiemgau und im Berchtesgadener Land lässt bis zum Mittag nach. Sonst setzt sich nach teils trübem, teils wolkigem Beginn zeit- und gebietsweise die Sonne durch. In einigen Fluss- und Seeniederungen Süddeutschlands können sich Nebel und Hochnebel länger halten oder eventuell gar nicht auflösen. Die Temperaturen steigen vor allem im Westen wieder an, so dass im Westen und Nordwesten 14 bis 16 Grad erreicht werden. Im Osten und Süden werden 10 bis 13, im Alpenvorland 7 bis 9 Grad erreicht. In der Nordhälfte weht mäßiger, auf den Nordfriesischen Inseln in Böen starker bis steifer Südwind, im Süden schwacher Ostwind.

In der Nacht zum Samstag halten sich im Westen und Nordwesten dichte Wolken, die leichten bis mäßigen, an der Nordsee örtlich auch mal kräftigeren Regen bringen. Nach Osten und Süden hin ist es vielfach gering bewölkt oder klar, im Laufe der Nacht bilden sich vor allem in Fluss- und Seeniederungen Süddeutschlands gebietsweise dichte Nebel- und Hochnebelfelder. Im Osten und Süden kühlt sich die Luft meist auf 7 bis 2 Grad ab, in der Lausitz und am Alpenrand muss mit Bodenfrost, stellenweise auch mit geringem Luftfrost gerechnet werden. Im Westen und Norden bleibt es mit Tiefstwerten von 12 bis 8 Grad deutlich milder. In der Nordhälfte weht schwacher bis mäßiger, an den Küsten auch frischer Wind mit starken bis örtlich stürmischen Böen. Nach Süden hin ist der Wind nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen unterwegs.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind derzeit keine Warnungen erforderlich.

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AUSBLICK

Am Samstag zieht eine schwache Front nach Deutschland und bringt von Nordwesten her etwas Regen oder einzelne Schauer. Im Süden und Südosten scheint nach Auflösung lokaler Nebelfelder längere Zeit die Sonne, bevor es im Laufe des Nachmittags etwas wolkiger wird. Es bleibt hier aber trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 Grad im Chiemgau und 16 Grad am Niederrhein. An der Nordsee weht mäßiger bis frischer, sonst schwacher Südwest- bis Südwind.

Der Sonntag beginnt teils mit Nebel und Hochnebel, ansonsten verläuft er im Großteil des Landes bei einem freundlichen Mix aus Sonne und Wolkenfeldern trocken. Stellenweise können sich in der Mitte und im Süden die Nebelfelder auch zäh bis in den Nachmittag hinein halten. Unmittelbar an der Nordsee könnten ein paar Tropfen fallen. Es wird insgesamt noch etwas milder: Im Osten, Norden und Westen erwärmt sich die Luft meist auf 14 bis 17 Grad, im Süden werden 11 bis 14 Grad erreicht. In den Alpen steigen die Temperaturen selbst auf 1800 Metern Höhe bis auf 8 Grad an. Hier setzt also Tauwetter ein. Auf Helgoland und auf den Nordfriesischen Inseln sind bei frischem Südwesten starke bis stürmische Böen möglich. In der Mitte weht schwacher bis mäßiger Südwestwind, im Süden weht der Wind nur schwach aus östlichen Richtungen.

Für den Montag deutet sich aus heutiger Sicht keine wesentliche Wetteränderung zum Vortag an.


SONDERINFORMATION

Auswahl Schneehöhen Donnerstagmorgen 8 Uhr

Höhenlagen oberhalb von 1000 Meter
120 cm - Nebelhorn
80 cm - Zugspitze
56 cm - Obere Firstalm Schlierseer Berge
48 cm - Balderschwang

Höhenlagen unterhalb von 1000 Meter
20 cm - Hohenpeißenberg
20 cm - Mittenwald-Buckelwiesen
12 cm - Oy-Mittelberg-Petersthal
10 cm - Sonthofen
10 cm - Immenstadt-Reute
7 cm - Waakirchen-Demmelberg
5 cm - Marktoberdorf
5 cm - Kreuth-Glashütte
3 cm - Reit im Winkl
3 cm - Oberstdorf

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Andreas Wagner

Dieser Lagebericht wurde am 24.10.2014 um 05:46 Uhr ausgegeben.

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