Warnlagebericht vom 23.10.2014 um 16:08 Uhr

- Vom Mangfallgebirge bis zu den Berchtesgadener Alpen weitere ergiebige Stauniederschläge, ansonsten weitere Wetterberuhigung

- Freitag bis Sonntag ruhiges und wieder deutlich milderes Herbstwetter


AKTUELLE WETTERLAGE


Am Freitag ist das Tief Ex-GONZALO nach Südosteuropa abgezogen und sorgt hier stürmisches und nasses Wetter. Auf Deutschland hat das Tief keinen Einfluss mehr und auch im Berchtesgadener Land lassen die staubedingten Niederschläge nach. Bei uns sorgt eine Hochdruckbrücke, die sich von der Iberischen Halbinsel über Mitteleuropa bis nach Russland erstreckt für ruhiges und trockenes Herbstwetter. In der feuchten Luft dürften aber zunächst vielerorts Nebel und tiefhängende Bewölkung vorherrschen, bevor sich zum Nachmittag die Sonne gebietsweise besser durchsetzen kann. Von der Nordsee her breiten sich im Tagesverlauf die Ausläufer eines umfangreichen Tiefdrucksystems bei Island auf die Nordwesthälfte aus und sorgen hier vor allem in der Nacht zum Samstag für Regen. Gegen das kräftige Hochdruckgebiet PITTER über Russland kommen die Fronten aber nur langsam und in abgeschwächter Form ostwärts voran, so dass am Wochenende nur noch hier und da mit Regen zu rechnen ist und sich das ruhige Herbstwetter fortsetzt.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Heute Abend kommt es an den Alpen weiterhin zu anhaltenden Regenfällen. Oberhalb von etwa 1000 Metern fällt Schnee. Besonders vom Mangfallgebirge bis zu den Berchtesgadener Alpen sind die Niederschläge weiterhin ergiebig, während die Regen- und Schneefälle Richtung Allgäu schon deutlich nachgelassen haben. Von Brandenburg über Sachsen bis nach Nord- und Ostbayern sind einzelne Schauer möglich. Im Nordwesten und Norden fällt aus dichten Wolken örtlich etwas Regen oder Nieselregen. Sonst ist es meist trocken und vom Oberrhein bis über Thüringen bis nach Mecklenburg zeitweise leicht bewölkt. Im Südosten kommt der Wind noch aus Nordwest bis West, weht aber nur noch meist schwach bis mäßig. In der Nordwesthälfte kommt der Wind dagegen aus Süd bis Südwest und weht hier ebenfalls schwach bis mäßig, an der Nordsee. Mit warnrelevanten Böen ist nicht mehr zu rechnen.

In der Nacht zum Freitag klingen die Stauniederschläge an den Alpen von Westen her rasch ab. Lediglich zwischen dem Landkreis Miesbach und Berchtesgaden kann es noch ergiebiger regnen, bzw. in den Hochlagen schneien. Die Schneefallgrenze liegt bei rund 1000 Metern. In der Mitte und dem Süden ist es teils bewölkt, teils klart es auf und höchstens vereinzelt fällt noch etwas Sprühregen. Gebietsweise bildet sich dichter Nebel. Im äußersten Nordwesten sowie im Norden ist der Himmel überwiegend bewölkt und in Nordseenähe kann es hier und da etwas regnen. In der Mitte und dem Süden wird es überwiegend schwach windig aus unterschiedlicher Richtung sein. Im Nordwesten weht schwacher, an der Nordsee mäßiger, in Böen frischer Südwestwind.

Am Freitag erwarten wir verbreitet typisches und trockenes Herbstwetter. Nur an der Nordsee können einzelne Schauer durchziehen und auch Richtung Chiemgau und Berchtesgaden regnet es anfangs noch etwas. Sonst setzt sich nach teils trübem, teils wolkigem Beginn zeit- und gebietsweise die Sonne durch. In einigen Fluss- und Seeniederungen Süddeutschlands können sich Nebel und Hochnebel länger halten oder eventuell gar nicht auflösen. Die Temperaturen steigen vor allem im Westen wieder an, so dass im Westen und Nordwesten 14 bis 16 Grad erreicht werden. Im Osten und Süden werden 10 bis 13, im Alpenvorland 7 bis 9 Grad erreicht. An den Alpen steigen die Temperaturen auf 7 Grad. In der Nordhälfte weht mäßiger Südwind, im Süden schwacher Ostwind.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind Warnungen vor Starkregen und Schnee aktiv. Akutwarnungen vor Starkregenschauern/Gewittern erfolgen zeitnah bei Bedarf.

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AUSBLICK

Am Samstag zieht eine schwache Front nach Deutschland und bringt von Nordwesten her etwas Regen oder einzelne Schauer. Im Süden und Südosten scheint nach Auflösung lokaler Nebelfelder längere Zeit die Sonne, bevor es im Laufe des Nachmittags etwas wolkiger wird. Es bleibt hier aber trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 Grad im Chiemgau und 16 Grad am Niederrhein. An der Nordsee weht mäßiger bis frischer, sonst schwacher Südwest- bis Südwind.

Der Sonntag beginnt teils mit Nebel und Hochnebel, ansonsten verläuft er im Großteil des Landes bei freundlichen Mix aus Sonne und Wolkenfeldern trocken. Gebietsweise scheint die Sonne auch längere Zeit. Einzig unmittelbar an der Nordsee könnten ein paar Tropfen fallen und auch in Süddeutschland können sich Nebel und Hochnebel eventuell den ganzen Tag im Bodenseeumfeld und entlang der Donau halten. Es wird insgesamt noch etwas milder: Im Osten, Norden und dem Westen erwärmt sich die Luft meist auf 14 bis 17 Grad, im Süden werden 11 bis 14 Grad erreicht. In den Alpen steigen die Temperaturen selbst auf 1800 Metern Höhe bis auf 8 Grad an. Hier setzt also Tauwetter ein. Auf Helgoland und auf den Nordfriesischen Inseln sind bei frischem Südwesten starke bis stürmische Böen möglich. In der Mitte weht schwacher bis mäßiger Südwestwind, im Süden weht der Wind nur schwach aus östlichen Richtungen.

Für den Montag deutet sich aus heutiger Sicht keine wesentliche Wetteränderung zum Vortag an.


SONDERINFORMATION

Auswahl Schneehöhen Donnerstagmorgen 8 Uhr

Höhenlagen oberhalb von 1000 Meter
120 cm - Nebelhorn
80 cm - Zugspitze
56 cm - Obere Firstalm Schlierseer Berge
48 cm - Balderschwang

Höhenlagen unterhalb von 1000 Meter
20 cm - Hohenpeißenberg
20 cm - Mittenwald-Buckelwiesen
12 cm - Oy-Mittelberg-Petersthal
10 cm - Sonthofen
10 cm - Immenstadt-Reute
7 cm - Waakirchen-Demmelberg
5 cm - Marktoberdorf
5 cm - Kreuth-Glashuette
3 cm - Reit im Winkl
3 cm - Oberstdorf

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Lars Dahlstrom

Dieser Lagebericht wurde am 23.10.2014 um 16:08 Uhr ausgegeben.

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