Warnlagebericht vom 24.09.2014 um 05:24 Uhr

Heute im Nordwesten örtlich Starkregenschauer und einzelne Gewitter

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Mittwoch bleibt bei uns die kühle Nordmeerluft wetterbestimmend, die sich jedoch tagsüber in sonnigen Gebieten spürbar erwärmt. Es spaltet sich nun unser Hochdruckgebiet JOSEF vom umfangreichen Atlantikhoch ab und verlagert sich weiter ostwärts zum Balkan. Die Hochdruckzone wird also durchbrochen, da eine umfangreiche Tiefdruckzone ihren Einfluss von Nord- und Nordwesteuropa Richtung Deutschland ausweitet. Das Tiefdruckgebiet HEDWIG zieht vom Nordmeer Richtung Norwegen und bildet über Dänemark ein Randtief aus. Die zugehörige Kaltfront erreicht im Tagesverlauf den äußersten Nordwesten Deutschlands und führt ein ausgeprägtes Höhentief heran. Dieses ist mit kalter Luft in rund 5,5 Kilometern Höhe angefüllt (rund -22 Grad) und sorgt durch zunehmende vertikale Temperaturunterschiede für eine labile Luftschichtung. Folglich kommen im Nordwesten unseres Landes Schauer und einzelne Gewitter auf. Die Luftdruckgegensätze nehmen hier ebenfalls etwas zu.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Heute ziehen von Niedersachsen und Schleswig-Holstein dichte Wolken mit Regenschauern und kurzen Gewittern auf, die sich bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen ausbreiten. Dazu kommt hier mäßiger bis frischer Wind auf mit stürmischen Böen an der Nordsee. Sonst bleibt es bei einer Mischung aus Nebel und Hochnebel sowie anfangs teils auch sonnigen Gebieten. Nachmittags werden die Wolken insgesamt dichter und gegen Abend breitet sich über Baden-Württemberg etwas Regen ostwärts aus. Die Höchstwerte liegen bei 15 bis 17, im Südwesten mit Sonnenschein bei bis zu 19 Grad.

In der Nacht zum Donnerstag ist es wechselnd bis stark bewölkt und in der Nordwesthälfte muss mit Schauern gerechnet werden, die sich im Laufe der Nacht unter Abschwächung bis in den Osten ausbreiten. Im Nordseeumfeld können die Schauer stellenweise auch kräftig sein. Zudem kommt südlich der Donau teils länger anhaltender leichter bis mäßiger Regen auf. An den Alpen kann es auch mal etwas kräftiger regnen, die Schneefallgrenze sinkt auf rund 1700 Meter. Mit Tiefstwerten von 12 bis 7 Grad verläuft die Nacht verbreitet milder als zuletzt und Bodenfrost ist vorerst kein Thema mehr. Der Wind weht schwach bis mäßig, an den Küsten auch frisch aus westlicher, an der Nordsee aus nordwestlicher Richtung.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind Sturmwarnungen und Vorwarnungen vor Starkregenschauern/Gewittern aktiv.

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AUSBLICK

Der Donnerstag bringt einen Wechsel aus gelegentlichen sonnigen Abschnitten und dichteren Wolken. Dazu kommt es vor allem in der Osthälfte zu einigen Regenschauern. Vereinzelt sind Blitz und Donner nicht ganz ausgeschlossen. Im Süden und Südwesten kann sich nachmittags die Sonne häufiger durchsetzen und im Westen und Südwesten bleibt es dann weitgehend trocken. Zum Abend ist an der Nordsee leichter Regen möglich. Es weht mäßiger bis frischer Nordwestwind mit starken Böen. In den Hochlagen der Mittelgebirge sowie an den Küsten sind stürmische Böen, vereinzelt auch Sturmböen möglich. Nachmittags werden meist 14 bis 17 Grad erreicht.

Am Freitag bleibt es bei vielen Wolken und zunächst einzelnen, meist schwachen Regenschauern im Bereich der östlichen Mittelgebirge. Nachmittags ziehen auch im Nordwesten erneut einzelne Schauer auf. Vom Südwesten und Westen bis in die Landesmitte nach Hessen zeigt sich die Sonne längere Zeit, sonst ist es oft bedeckt oder trüb. Im Norden weht mäßiger bis frischer, sonst schwacher Wind aus Südwest. Die Höchstwerte liegen bei 16 bis 18, im Westen lokal um 20 Grad.

Am Samstag liegt ein Wolkenband über der Landesmitte, etwa von NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Thüringen und Sachsen. Stellenweise fällt hier etwas Regen. Sonst ist es trocken und vor allem am Nachmittag gebietsweise sonnig bei Höchstwerten je nach Sonnenscheindauer von 16 bis 18, im Südwesten teils um 20 Grad. Der meist schwache Wind spielt aus unserer Sicht keine Rolle.

Für den Sonntag zeichnet sich ruhiges und windschwaches Hochdruckwetter ab. Nach gebietsweisem Nebel und Hochnebel in den Morgen- und Vormittagsstunden setzt sich häufig die Sonne durch, teils kann es aber auch trüb bleiben. Im Westen und Südwesten sind mit viel Sonnenschein 21 bis 23 Grad möglich, sonst 17 bis lokal 20 Grad.


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Torsten Walter

Dieser Lagebericht wurde am 24.09.2014 um 05:24 Uhr ausgegeben.

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