Warnlagebericht vom 11.02.2016 um 06:37 Uhr

Heute im Norden von der Nordsee her Schauer, auch im Süden und Südwesten lokal nass, in der Mitte länger trocken. Nasskalt.

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Donnerstag liegt Deutschland am südlichen Rand einer Tiefdruckzone über Skandinavien. Dabei wird mäßig kalte und zu Schauern neigende Meeresluft herantransportiert. Die Luftdruckgegensätze sind deutlich geringer als zu Beginn der Woche, dennoch weht ein spürbarer und böiger Westwind. Am Freitag beruhigt sich die eingeflossene Meeresluft vorübergehend, zum Wochenende nähert sich von Westeuropa her aber voraussichtlich wieder ein stärkeres Tief mit Wind, Regen und gebietsweise Schnee.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Heute ist es im Norden und Nordosten stark bewölkt und von der Nordsee und von Dänemark her ziehen immer wieder Schauer durch, speziell am Morgen und bei stärkeren Schauern teils mit Schnee, Schneeregen oder Graupel bis ganz runter, lokal auch mit Blitz und Donner. Vom Niederrhein bis zum Erzgebirge überwiegen die trockenen Abschnitte, es wird seltener nass und die Wolken lockern häufig auf mit Sonnenschein. Später kommen im Westen von Benelux her wieder ein paar Schauer auf. Im Süden gibt es einen Mix aus Sonne (vor allem tagsüber von Südbaden bis zum Alpenrand) und vor allem am Vormittag noch Wolken mit einzelnen Schauern, örtlich bis in tiefe Lagen als Schnee. Die Temperaturen steigen auf 1 bis 8 Grad. Es weht häufig mäßiger, in der Nordosthälfte zeitweise frischer westlicher Wind mit starken bis vereinzelt stürmischen Böen besonders im Umfeld von Schauern.

In der Nacht zum Freitag ziehen in der Südwesthälfte einzelne, von der Nordsee bis nach Brandenburg noch häufigere Schauer durch. Schnee fällt oberhalb von 200 bis 400 Meter. Aufgelockert oder teilweise nur gering bewölkt ist es in einem Streifen vom Emsland bis nach Ostsachsen sowie anfangs in Südbayern. Die Tiefstwerte liegen von Nord nach Süd zwischen 3 und -5 Grad, in einigen Alpentälern über Schnee bis -10 Grad. Dabei besteht Glättegefahr durch gefrierende Nässe. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest- bis Süd und lässt auch auf den Mittelgebirgsgipfeln im Verlauf deutlich nach.

Am Freitag erwartet uns vorübergehend ruhigeres Wetter mit nur schwachem bis mäßigem südöstlichem Wind in allen Höhenlagen. Dabei zeigt sich zwischen dickeren Wolken gebietsweise die Sonne: wenig im Nordosten, am längsten von NRW bis zu den Alpen und zum Bodensee. Schnee- oder Schneeregenschauer sind noch lokal im Mittelgebirgsraum sowie Richtung Küste mit dabei, sonst bleibt es meist trocken. Ganz im Südwesten drücken dichte Wolkenfelder rein, Regen und oberhalb von 700 Meter Schnee fällt aber kaum. Die Temperaturen liegen bei rund 1 Grad in den Hochlagen der Mittelgebirge, sonst bei 3 bis 8 Grad.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Es sind noch Windwarnungen aktiv.

Im Schwarzwald und an den Alpen bestehen Warnungen vor Schneefall.

Außerdem sind Glättehinweise ausgegeben.


AUSBLICK WARNLAGE

Am Samstag mit einem nahenden Tief aus Südwesten Regen, anfangs ein paar nasse Schneeflocken bis in tiefe Lagen möglich, später Schneefallgrenze ansteigend auf 1000 Meter. Im Südschwarzwald warnrelevanter Schneefall möglich. Dazu auffrischender Südwest- bis Südostwind mit Sturmböen auf den Mittelgebirgsgipfeln, im Hochschwarzwald auch schwere Sturmböen möglich.

Am Sonntag in exponierten Lagen der Mittelgebirge noch Sturmböen möglich. Oberhalb von 500 Metern zeitweise Schneefall, aber voraussichtlich kein Überschreiten der Warnschwellen. Sonst warnfreies Wetter.

Am Montag an den Küsten starker, aber nicht warnrelevanter Nordostwind. Zeitweise Schnee bis in tiefe Lagen, es werden auch hier keine Warnkriterien überschritten. Daher landesweit warnfreies Wetter.

Sharon Satz

Dieser Lagebericht wurde am 11.02.2016 um 06:37 Uhr ausgegeben.

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