Warnlagebericht vom 24.10.2014 um 14:38 Uhr

Bis auf Weiteres ruhiges und wieder deutlich milderes Herbstwetter

AKTUELLE WETTERLAGE


Am heutigen Freitag ist das Tief Ex-GONZALO nach Südosteuropa abgezogen und sorgt hier für stürmisches und nasses Wetter. Auf Deutschland hat das Tief keinen Einfluss mehr und auch im Berchtesgadener Land lassen die staubedingten Niederschläge nach. Bei uns sorgt eine Hochdruckbrücke, die sich von der Iberischen Halbinsel über Mitteleuropa bis nach Russland erstreckt, für ruhiges und trockenes Herbstwetter. In der feuchten Luft dürften aber zunächst vielerorts Nebel und tiefhängende Bewölkung vorherrschen, bevor sich zum Nachmittag die Sonne gebietsweise besser durchsetzen kann. Von der Nordsee her breiten sich im Tagesverlauf die Ausläufer eines umfangreichen Tiefdrucksystems bei Island auf die Nordwesthälfte aus und sorgen hier vor allem in der Nacht zum Samstag für Regen. Gegen das kräftige Hochdruckgebiet PITTER über Russland kommen die Fronten aber nur langsam und in abgeschwächter Form ostwärts voran, so dass am Wochenende nur noch hier und da mit Regen zu rechnen ist und sich das ruhige Herbstwetter fortsetzt.

Am Samstag liegt eine langgestreckte Kaltfront über dem Nordwesten Deutschlands. Sie kommt nur zögernd nach Osten und Südosten voran, denn das über Russland befindliche Hochdruckgebiet PITTER hält dagegen. Dadurch wird sich die Front diagonal über Deutschland liegend bis zum Sonntag weitgehend auflösen und nur noch wenig wetterwirksam sein. Der Osten und der Süden Deutschlands verbleiben unter Hochdruckeinfluss. Dabei kann sich die Luft abseits von Dauernebelgebieten wieder etwas erwärmen. Wegen der etwas zunehmenden Luftdruckgegensätze nimmt der Wind auf der Nordsee vorübergehend etwas zu, doch unsere Warnschwellen werden nicht erreicht.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Heute Nachmittag ist es im Nordwesten weitgehend bewölkt. Etwas Regen weitet sich von den ostfriesischen Inseln über Ostfriesland nach Nordfriesland hin aus. Auch am Niederrhein und im Emsland sind wenige Tropfen nicht ausgeschlossen. Nach Osten und Süden hin ist es teils sonnig, teils ziehen Wolkenfelder durch und es bleibt trocken. In einigen Fluss- und Seeniederungen Süddeutschlands können sich Nebel und Hochnebel länger halten oder eventuell gar nicht auflösen. Die Temperaturen steigen vor allem im Westen wieder an, so dass im Westen und Nordwesten 14 bis 16 Grad erreicht werden. Im Osten und Süden werden 10 bis 13, im Alpenvorland 7 bis 9 Grad erreicht. In der Nordhälfte weht mäßiger, auf den Nordfriesischen Inseln in Böen starker bis steifer Südwind, im Süden schwacher Ostwind.

In der Nacht zum Samstag halten sich im Westen und Nordwesten dichte Wolken, die leichten bis mäßigen, an der Nordsee örtlich auch mal kräftigeren Regen bringen. Nach Osten und Süden hin ist es vielfach gering bewölkt oder klar, im Laufe der Nacht bilden sich vor allem in Fluss- und Seeniederungen Süddeutschlands gebietsweise dichte Nebel- und Hochnebelfelder. Im Osten und Süden kühlt sich die Luft meist auf 7 bis 2 Grad ab, in der Nähe zu Polen und im Süden Bayerns und Baden-Württembergs muss mit Bodenfrost, stellenweise auch mit geringem Luftfrost gerechnet werden. Im Westen und Norden bleibt es mit Tiefstwerten von 12 bis 8 Grad deutlich milder. In der Nordhälfte weht schwacher bis mäßiger, an den Küsten auch frischer Wind mit starken bis örtlich stürmischen Böen. Nach Süden hin ist der Wind nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen unterwegs.

Am Samstag zieht die o.g. schwache Front nach Deutschland und bringt etwas Regen der sich von Nordwesten her auf einer Linie Saarland - Nordrhein-Westfalen bis nach Vorpommern verlagern wird. Am Nachmittag lösen sich die Regengebiete weitgehend auf, es kann aber von Baden-Württemberg über Hessen bis Schleswig-Holstein hier und da noch etwas Regen geben. Im Osten, Süden und im Südosten scheint nach Auflösung lokaler Nebelfelder längere Zeit die Sonne, bevor es im Laufe des Nachmittags etwas wolkiger wird. Es bleibt hier aber trocken. Die Höchstwerte liegen zwischen 10 und 13 Grad im Osten und im Süden und 14 bis 16 Grad im Westen. An der Nordsee weht mäßiger bis frischer, sonst schwacher Südwest- bis Südwind.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind derzeit keine Warnungen erforderlich.

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AUSBLICK

Der Sonntag beginnt teils mit Nebel und Hochnebel, ansonsten verläuft er im Großteil des Landes bei einem freundlichen Mix aus Sonne und Wolkenfeldern trocken. Stellenweise können sich in der Mitte und im Süden die Nebelfelder auch zäh bis in den Nachmittag hinein halten. Unmittelbar an der Nordsee könnten ein paar Tropfen fallen. Es wird insgesamt noch etwas milder: Im Osten, Norden und Westen erwärmt sich die Luft meist auf 14 bis 17 Grad, im Süden werden 11 bis 14 Grad erreicht. In den Alpen steigen die Temperaturen selbst auf 1800 Metern Höhe bis auf 8 Grad an. Hier setzt also Tauwetter ein. Bei Dauernebel werden nur 8 bis 10 Grad erreicht. Auf Helgoland und auf den Nordfriesischen Inseln sind bei frischem Südwesten starke bis stürmische Böen möglich. In der Mitte weht schwacher bis mäßiger Südwestwind, im Süden weht der Wind nur schwach aus östlichen Richtungen.

Am Montag und am Dienstag scheint im größten Teil Deutschlands nach Nebelauflösung die Sonne. Ab und an ziehen Schleierwolken oder mittelhohe Wolkenfelder durch. In einigen Regionen der Mitte und des Südens kann es weiterhin zu trübem Wettercharakter durch zähe Nebel- oder Hochnebelfelder kommen. Bei längerem Sonnenschein sind in der Nordwesthälfte 14 bis 18 Grad möglich, in der Südosthälfte 12 bis 15 Grad. In Dauernebelgebieten bleibt es mit 8 bis 11 Grad frischer. Es ist weitgehend schwach windig aus östlichen bis südöstlichen Richtungen. Lediglich in der Nordhälfte weht tagsüber teils mäßiger Wind um Süd, an der Nord- und Ostsee in Böen auch frischer Wind aus Süd bis Südwest.


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Lars Dahlstrom

Dieser Lagebericht wurde am 24.10.2014 um 14:38 Uhr ausgegeben.

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