Warnlagebericht vom 21.10.2017 um 23:06 Uhr

Nachts im Süden und Osten Regen, im Westen windig.

AKTUELLE WETTERLAGE


Nachts liegt Deutschland auf der Vorderseite des markanten Sturmtiefs ELMAR, welches sich über den Britischen Inseln einfindet. Nachfolgend strömt deutlich kühlere Luft heran.

Am Sonntag zieht das Sturmtief ELMAR zur Nordsee und die zugehörige Kaltfront überquert in der Nacht noch den Osten und Südosten unsers Landes. Auf der Rückseite strömt feuchte, kühle und labile Nordatlantikluft nach Deutschland, in der sich unser Wetter zunehmend herbstlich gestaltet. Außerdem sind die Luftdruckgegensätze vor allem in der ersten Tageshälfte in der Westhälfte unseres Landes noch aufgeprägt, schwächen sich aber in der zweiten Tageshälfte bereits wieder ab. Über Oberitalien entsteht durch den Kaltluftvorstoß gen Alpen und darüber hinaus ein neues Tief, das speziell im Alpenraum für länger andauernde Niederschläge sorgt.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum Sonntag fällt von Baden-Württemberg und Bayern über Thüringen bis nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zeitweise Regen, zu den Alpen hin und im Erzgebirge teils auch kräftiger. Dabei sinkt die Schneefallgrenze bis am Morgen auf 1500 bis lokal 1300 Meter. In der Nordwesthälfte klart es zunächst mehrheitlich auf, gegen Morgen ziehen im Westen neue dichte Wolken auf. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 Grad in der Lausitz, 7 Grad im Sauerland bis 4 Grad auf der Schwäbischen Alb. In der Westhälfte weht mäßiger bis frischer Süd- bis Südwestwind. Auf einigen Bergen ist mit Sturmböen zu rechnen, im Westen mit stürmischen Böen bis ins Tiefland.

Am Sonntag gibt es zunächst vielerorts dichte Wolken, von Vorpommern bis zur Oberlausitz sowie in Ober- und Niederbayern regnet es gelegentlich, an den Alpen fällt ab etwa 1000 bis 1300 Meter Schnee. Dahinter lockert es gebietsweise auf, aus Westen folgen jedoch rasch die nächsten Regenwolken. Auch am Alpenrand regnet bzw. schneit es immer wieder. Die Höchstwerte liegen bei 10 bis 15 Grad, in den Mittelgebirgen bei 5 bis 9 Grad, am Alpenrand bei 2 bis 6 Grad. In der Westhälfte und in der Mitte weht mäßiger bis frischer Südwestwind mit starken, vereinzelt stürmischen Böen bis ins Flachland, auf einigen Bergen sowie anfangs auf den Nordseeinseln ist mit einzelnen Sturmböen zu rechnen. In der zweiten Tageshälfte lässt der Wind etwas nach und warnrelevante Böen beschränken sich auf einzelne exponierte Gipfel.

Die Nacht zum Montag verläuft im Nordosten teils aufgelockert und nur von Sachsen bis Pommern meist trocken. Ansonsten ist es überwiegend stark bewölkt und stellenweise nass, vor allem zu den Alpen hin regnet es mitunter stark und an der Nordseeküste ziehen ein paar stärkere Schauer aufs Festland. Die Schneefallgrenze sinkt bis am Morgen auf 1200-1000 Meter, dabei können im Süden über 1600 Meter 5-10 cm Neuschnee liegen bleiben. Die Tiefstwerte liegen zwischen 11 Grad auf den ostfriesischen Inseln und 6 Grad in Oberbayern, in den Alpen auf 1000 Meter bei rund 3 Grad. Der Wind weht in exponierten und höher gelegenen Lagen mässig aus Süd bis Südwest.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Es sind Sturmwarnungen sowie Vorwarnungen vor Starkregen und Schneefall aktiv.

Warnungen vor Starkregenschauern oder Gewittern erfolgen bei Bedarf zeitnah.


AUSBLICK WARNLAGE

Am Montag wolkenreich und gebietsweise Regen, teils schauerartig verstärkt, im Nordwesten und Westen zeitweise recht kräftiger Regen und örtlich Gewitter möglich. An den Alpen länger andauernde und warnrelevante Niederschläge. Höchstwerte 9 bis 14, im Süden 5 bis 9 Grad. Nur auf exponierten Berggipfeln einzelne Sturmböen.

Am Dienstag im Süden und Südosten langsam nachlassende Niederschläge, im Tagesverlauf auch an den Alpen keine Warnrlevanz mehr. Sonst wolkenreich und aus Nordwesten neuer Regen, aber warnfrei, auch in Bezug auf Wind. Maximal 9 bis 11 Grad an der Oder, bis 16 Grad am Niederrhein.

Am Mittwoch im Osten und Süden durchziehender Regen, dahinter etwas Sonne. Im Harz und im Erzgebirge sowie an der Ostsee vereinzelt warnrelevante Böen, sonst warnfrei. Höchstwerte zwischen 8 Grad in Vorpommern und 18 Grad in der Kölner Bucht sowie am Oberrhein.

Heiko Wiese

Dieser Lagebericht wurde am 21.10.2017 um 23:06 Uhr ausgegeben.

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