Warnlagebericht vom 20.07.2018 um 15:34 Uhr

Südwesten und Süden Unwettergefahr durch heftige Gewitter, gebietsweise heiß

AKTUELLE WETTERLAGE


Derzeit zieht von Frankreich her ein Gewittertief in Richtung Süddeutschland. Das Tief wird sich samt einer feucht-warmen und labilen Luftmasse nur langsam weiter nach Osten bewegen. Dann werden sich die Gewitter von Südwesten und Westen her zumindest bis zur Mitte Deutschlands ausdehnen und gebietsweise sind auch unwetterartige Gewitter möglich. Am Montag werden der Süden und Südosten noch von dem Gewittertief behelligt, derweil löst sich ausgehend vom Azorenhoch eine neue Hochdruckzelle ab, die dann nach Mitteleuropa wandert. Sie wird wahrscheinlich zu einer mehrtägigen Hitzewelle führen. Dabei wird es nicht nur heiß sondern auch ausgesprochen schwül mit erhöhter Hitzebelastung und gebietsweise tropisch-warmen Nächten.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Heute Nachmittag wird verbreitet wird die 30 Grad-Marke erreicht oder überschritten. Im Rhein-Neckarraum zeichnet sich der Hitzeschwerpunkt bei der 35 Grad-Marke ab. Lediglich im Norden und Osten ist es etwas weniger warm. Bis in den späten Abend hinein sind im äußersten Westen und Südwesten sowie im Süden erste kräftige Gewitter möglich, die in Ausnahmefällen Unwettercharakter aufweisen können.

In der Nacht zum Samstag ist es mit Tiefstwerten im Bereich einer Tropennacht (nicht unter 20 Grad) den Rhein entlang sowie an der Neckarmündung recht warm. Von Nordrhein-Westfalen bis nach Baden-Württemberg und zum Allgäu hin sind teils kräftige Schauer und Gewitter möglich.

Am Samstag liegt eine Gewitterfront über der Mitte und dem Südwesten. Dabei kann es vor allem in Baden-Württemberg und Bayern zu kräftigen Regenfällen und Gewittern mit Überschwemmungspotenzial kommen. Örtliche Gewitter sind dann bis in den Nordwesten und in Schleswig-Holstein möglich. Zuvor wird es in der Mitte und im Norden nochmal sehr heiß, der Schwerpunkt der Hitze dürfte sind konzentrieren auf Sachsen-Anhalt und Sachsen mit nahe 35 Grad. Im Südwesten und Süden kommt es durch die Regenfälle zu einer deutlichen Abkühlung.

In der Nacht zum Sonntag klingt die Gewittertätigkeit zwar ab, es sind in der schwül-warmen Luftmasse aber weitere, örtlich kräftige Schauer und Gewitter möglich. Dies vor allem von Sachsen-Anhalt über Thüringen bis nach Bayern. An den Alpen sind auch länger anhaltende und gewittrige starke Regenfälle möglich. Im Westen und Nordwesten bleibt es warnfrei.


ÜBERSICHT WARNLAGE

- Es sind Vorwarnungen wegen möglicher Gewitter bis Sonntagmorgen aktiv. Je nach Entwicklung der Lage werden die Vorwarnungen noch ausgeweitet.

- Es sind Hinweise wegen Hitze aktiv.

- Im Login-Bereich sind Hinweise zur Waldbrandgefahr aktiv.


AUSBLICK WARNLAGE

Sonntag Mitte/Süden Unwetter möglich, nächste Woche Hitzewelle

Am Sonntag bis in den Nordosten und Osten ausgreifend örtliche Gewitter möglich, im Süden und Südosten verbreiteter Schauer und Gewitter, teils auch länger anhaltende ergiebige Regenfälle. Im Nordwesten und Westen wieder warnfrei. Vorübergehend weniger warm.

Am Montag im Südwesten, Süden und Südosten noch Schauer, Gewitter oder längere Regenfälle, sonst von Westen sonniger und wieder wärmer.

Trend bis Donnerstag Zunehmender Hochdruckeinfluss, oft sonnig und heiß - mehrtägige Hitzewelle mit Höchstwerten von regional über 35 Grad sowie Tropennächten mit Tiefstwerten von 23 bis 20 Grad wahrscheinlich. Jeweils nachmittags und abends lokal Hitzegewitter.

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Dieser Lagebericht wurde am 20.07.2018 um 15:34 Uhr ausgegeben.

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