Warnlagebericht vom 25.05.2013 um 22:36 Uhr

- Gebietsweise ergiebige Regenfälle
- Dabei insgesamt zunehmende Hochwassergefahr an Bächen und kleinen Flüssen

- Sonderinfo zum Champions League Finale und für die Feiern am Ende des Berichtes

AKTUELLE WETTERLAGE


Die unbeständige und eher kühle Witterung setzt sich fort. Ursache dafür ist ein umfangreicher Tiefdruckkomplex über Mittel- und Osteuropa. Dieser ist mit hochreichender Kaltluft angefüllt. Einzelne Randtiefs werden entgegen dem Uhrzeigersinn um das Zentrum des Tiefs herum geführt. Kaum ist das eine Tief nach Großbritannien abgezogen, entwickelt sich über dem Baltikum ein neues kräftiges Tief. Es entsteht im Übergangsbereich zwischen der sehr kühlen Meeresluft und sehr warmer Luft vom Kontinent. Das Tief zieht langsam weiter nach Westen und liegt am Sonntag über Brandenburg. Es lenkt dabei sehr warme Luft auf die bei uns liegende sehr kühle Luft. Das Resultat sind großflächige und ergiebige Regengebiete, die in unregelmäßigen Abständen weite Teile Deutschlands überqueren. Mit der Annäherung des Tiefs nimmt die nördliche bis nordwestliche Strömung zum Sonntag hin zu. Die unterschiedlichen Luftmassen werden dabei miteinander vermischt. Daher bleibt von der warmen Festlandsluft nicht mehr viel übrig, sie wird also stark abgekühlt. Zudem weht über die Nordsee noch ein weiterer Schwall feuchtkalter Luft polaren Ursprungs heran.
In der kommenden Woche simulieren die Modelle die weitere Westwärtsverlagerung des Tiefdruckschwerpunktes. Dann kann zwar deutlich wärmere, sehr wahrscheinlich aber auch feuchte und zu Gewitterniederschlägen führende Luft zu uns transportiert werden. Gebietsweise wären dabei weiterhin große Regenmengen möglich.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum Sonntag weitet sich das Regengebiet auf die gesamte Nordhälfte aus. Dabei intensiviert sich der Regen vor allem zwischen Ostwestfalen, Südniedersachsen, über Nordhessen und Thüringen bis zur Leipziger Tieflandsbucht. Auch an den Alpen regnet es zeitweise. Die Schneefallgrenze liegt bei rund 1000 Meter. Im Nordwesten bleibt es trocken. An der Ostsee kommt frischer, in Böen starker Nordwestwind auf, ansonsten weht mäßiger Westwind mit frischen bis starken Böen, im Süden und Südwesten ist es schwach windig.

Am Sonntag kommt es in den meisten Landesteilen zu länger anhaltendem und gebietsweise auch ergiebigem Regen. Den kräftigsten Regen erwarten nach derzeitigem Stand in der Mitte des Landes und nachmittags und abends dann auch in Süddeutschland. Dabei besteht die Gefahr von Ausuferungen von Bächen und kleinen Flüssen. Über längere Zeit trocken bleibt es im Nordwesten und später auch im Nordosten. Im Nordwesten und Westen weht mäßiger bis frischer Nordwestwind mit starken Böen. Im Bergland sowie anfangs an der Ostsee kann es zu stürmischen Böen, vereinzelt auch zu Sturmböen kommen. Im Süden wird der Südwestwind im Laufe des Tages stärker und weht nachmittags und abends frisch bis stark. Dabei sind einzelne Sturmböen möglich. Im Osten des Landes, im Zentrum des Tiefs, ist der Wind dagegen zumeist nur schwach und kommt aus unterschiedlichen Richtungen.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Deutschland: Es sind Warnungen vor Starkregen und Sturm aktiv. Akutwarnungen für Starkregenschauer/Gewitter erfolgen bei Bedarf zeitnah.

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AUSBLICK

Am Montag regnet es in einem Streifen von Niedersachsen bis nach Thüringen bis nach Bayern zeit- und gebietsweise. Besonders an den Alpen kann es anfangs auch noch kräftiger regnen. Im Südwesten und Westen sowie im Nordosten könnte es weitgehend trocken bleiben, wobei im Nordosten lokale Schauer weiterhin möglich sind. Im Regen bleibt es unverändert kühl, im Westen und Nordosten wird es spürbar milder. Es weht schwacher bis mäßiger Wind, im Süden aus westlichen, im Nordwesten aus nordwestlichen Richtungen

Deutlich wärmere Luft gelangt am Dienstag zu uns. Zunächst ist es im Nordosten mit Schauern noch unbeständig, sonst scheint neben einigen dichten Wolkenfeldern zeitweise die Sonne und die 20 Grad-Marke kann vielfach erreicht oder überschritten werden. Nachmittags kommen von Südwesten her voraussichtlich etwa zwischen Niederrhein und Baden-Württemberg Schauer, Gewitter und gebietsweise auch schauerartige Regenfälle auf. Es weht schwacher bis mäßiger Süd- bis Südwestwind.

Am Mittwoch sickert in den Südwesten des Landes kühle Meeresluft ein, während sonst in der Mitte und im Norden wärmere Luft aus Südosteuropa wetterbestimmend ist. Dadurch bauen sich, wie schon häufiger in letzter Zeit, größere Temperaturunterschiede und quer über Deutschland auch eine Luftmassengrenze auf. In ihrem Bereich sind im Süden und Südwesten des Landes gebietsweise schauerartig verstärkte Regenfälle möglich. Im Übergangsbereich zur wärmeren Luft sind in der Landesmitte auch lokal sehr kräftige Schauer und Gewitter möglich. Auch im Norden kann es zu einigen Schauern und lokalen Gewittern kommen. Der schwache bis mäßige Wind kommt im Norden aus Nord bis Nordost, im Süden aus westlichen Richtungen.


SONDERINFORMATION

Einige Informationen zum Wetter in London, Dortmund und München am Sonntag

Die Fans, die noch in London sind, erleben am Sonntag ruhiges Wetter. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus westlichen Richtungen kann es längere sonnige Abschnitten geben. Es bleibt trocken bei Höchstwerten nahe 20 Grad.

In Dortmund sind anhaltende Regenfälle zu erwarten. Unwetterartige Wetterereignisse sind derzeit aber nicht in Sicht.

In München finden die Siegesfeiern im Regen statt. Am Vormittag regnet es zunächst leicht, nachmittags und abends dann anhaltend und verbreitet kräftig.

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Thomas Sävert

Dieser Lagebericht wurde am 25.05.2013 um 22:36 Uhr ausgegeben.