Warnlagebericht vom 26.03.2015 um 22:49 Uhr


- In Hochlagen etwas Schnee, ansonsten gebietsweise etwas Regen oder Schauer

- Ab dem Wochenende und der Nacht zum Montag stürmisch und häufig Regen!

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Freitag zieht die Mischfront von Tief JÖRG über den Norden und Osten hinweg. Dabei ist labile und kühle Meeresluft aktiv, was zu schauerartigen Niederschlägen mit Schnee im Bergland führt. Über dem Atlantischen Ozean sind bereits die Fronten des neuen Tiefdruckgebietes KLAUS zu erkennen. Es zieht mit seinem Zentrum nach Irland. Das Wolken- und Regengebiet der zugehörigen Warmfront erreicht uns bereits ab Samstagnachmittag. Dabei wird vorübergehend ein Schwall deutlich milderer Luft zu uns geführt. Insgesamt baut sich auf dem Atlantik eine stramme Westströmung auf. Darin eingelagerte Tiefs können sich zu Sturm- und Orkantiefs entwickeln. Diese werden ab Sonntagnachmittag für zeitweise stürmisches und niederschlagsreiches Wetter sorgen. Zeit- und gebietsweise besteht bei dieser Großwetterlage die Gefahr von Sturm- und Orkanböen.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

In der Nacht zum Freitag fällt bei meist starker Bewölkung zeitweise Regen, in den Mittelgebirgen ab etwa 700 bis 800 Meter Schnee. An den Alpen liegt die Schneefallgrenze bei 800 bis 1000 Meter. Zunächst weitgehend trocken bleibt es im Nordosten. Hier ist erst zum Morgen auch etwas Regen möglich. Es bleibt abgesehen von einigen Hochlagen frostfrei. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Südwest. In der Hocheifel, im Hochschwarzwald und auf dem Brocken kann es zu einzelnen Sturmböen kommen.

Am Freitag haben wir es mit zunächst landesweit überwiegend bewölktem Himmel und verbreiteten Niederschlägen zu tun. Dabei sinkt die Schneefallgrenze allgemein auf etwa 700 bis 500 Meter ab. Örtlich sind auch Graupelschauer, in Ausnahmefällen kurze Graupelgewitter denkbar. In den Nordweststaulagen des Sauerlandes könnte es in höchsten Lagen länger anhaltend und ergiebig schneien. Im Südwesten bilden sich höchstens vereinzelt Schauer, meist bleibt es hier trocken. An der Nordsee scheint am Nachmittag längere Zeit die Sonne und diese Aufheiterungen weiten sich am Abend über den Nordwesten aus. Die Temperaturen erreichen 7 bis 12 Grad. In der Westhälfte weht mäßiger und in Böen frischer bis starker Wind aus West. In den westlichen und südlichen Mittelgebirgen sowie in Schauernähe sind steife bis stürmische Böen, in der Eifel auch einzelne Sturmböen möglich. Vom Süden Niedersachsens nach Osten und Nordosten hin weht der Wind schwach aus wechselnden Richtungen.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Derzeit sind Warnungen vor Sturm aktiv.


AUSBLICK

Ab Sonntag und Nacht zum Montag stürmisches, nasses Westwindwetter

Am Samstag scheint vor allem im Süden und Osten häufiger die Sonne und es bleibt überwiegend trocken. Etwas Regen, ab 800 bis 1000 leichter Schneefall ist anfangs noch im Erzgebirge und in den Berchtesgadener Alpen möglich. In der Westhälfte kommen bereits dichte Wolken auf und zum Nachmittag breitet sich von Benelux her leichter bis mäßiger Regen aus. Mit 9 bis 14 Grad wird es etwas milder. Im Westen und Südwesten kommt mäßiger bis frischer Südwestwind auf. Zum Abend sind im Bergland Sturmböen möglich. Im Osten weht schwacher Südostwind.

Für den Sonntag und die Nacht zum Montag deutet sich stürmisches und regnerisches Wetter an. Im Westen und Nordwesten sowie an den Küsten sind Sturmböen möglich, in den Mittelgebirgen schwere Sturmböen; oberhalb von 1000 Metern drohen Orkanböen.

Trend: Auch die neue Woche beginnt gebietsweise stürmisch und es kann sogar zu orkanartigen Böen in Norddeutschland, an der Nordsee und in höchsten Berglagen auch zu Orkanböen kommen. Wir informieren fortwährend über die weitere Entwicklung, sobald neue Berechnungen vorliegen.

Lars Dahlstrom

Dieser Lagebericht wurde am 26.03.2015 um 22:49 Uhr ausgegeben.

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