Warnlagebericht vom 28.07.2015 um 14:48 Uhr

Heute im Norden Schauer und örtliche Gewitter mit einzelnen Sturmböen. Richtung Süden freundlicher, aber überall windig, nach Westen und Nordwesten hin mit stürmischen Böen.

Am Mittwoch vor allem in der Nordhälfte weiterhin unbeständiges Schauerwetter und sehr windig. In Schauer- und Gewitternähe örtlich Sturmböen möglich.

AKTUELLE WETTERLAGE


Am Dienstag verlagert sich das kräftige Tief ANDREAS mit seinem Kern nur langsam Richtung Südskandinavien und bleibt in weiten Teilen Deutschlands wetterbestimmend. An seiner Südwestflanke wird mit starkem West- bis Nordwestwind feuchte und nach Norden hin labile Meeresluft ins Land geführt. Am Mittwoch fließt hinter einer Kaltfront ein weiterer Schwall kühler Luft polaren Ursprungs auch in die südlichen Landesteile. In der Nordhälfte stellt sich unbeständiges und schaueranfälliges Rückseitenwetter ein. Dabei verstärken sich die Luftdruckgegensätze nochmals etwas und vor allem in Schauernähe sind gebietsweise Sturmböen bis ins Flachland möglich. In der zweiten Wochenhälfte schwächt sich ANDREAS über der Ostsee ab und bis zum Freitag gerät ganz Deutschland unter den stabilisierenden Einfluss eines Azorenhochablegers. Im Süden und Südosten kann sich dann wieder vorübergehend warme Sommerluft durchsetzen.


VORHERSAGE FÜR DEUTSCHLAND

Heute geht es im Norden wechselhaft weiter. Besonders rund um Nord- und Ostsee können die häufigen Schauer auch kräftig ausfallen und von Blitz und Donner sowie einzelnen Sturmböen begleitet sein. Erst im Laufe des Abends sinkt hier die Schauer- und Gewitterneigung. In der Mitte gibt es häufiger sonnige Abschnitte, in den südlichen Landesteilen erwartet uns ein freundlicher und trockener Mix aus Sonne und Wolken. Gegen Abend ziehen dann aus Südwesten und Westen dichtere Wolkenfelder einer Warmfront auf, leichter bis mäßiger Regen setzt aber erst im Laufe der Nacht ein. Zuvor steigt die Temperatur in den nördlichen Landesteilen auf nur äußerst kühle 17 bis 19 Grad, vom Erzgebirge bis nach Berlin erwarten wir 19 bis 22 und am Oberrhein sogar bis zu 24 Grad. Der Südwestwind weht verbreitet frisch bis stark und in Böen vor allem nach Westen und Nordwesten hin auch stürmisch. Auf den Mittelgebirgsgipfeln und in der Nähe stärkerer Schauer oder Gewitter muss mit einzelnen Sturmböen gerechnet werden.

In der Nacht ziehen im Norden anfangs noch häufig kompakte Wolken mit örtlichen Schauern durch, später lassen diese vorübergehend nach und es gibt vermehrt Auflockerungen. Von Nordrhein-Westfalen bis zur Neiße ist es locker bewölkt oder klar und trocken. Im Südwesten und Süden kommt von Westen her leichter bis mäßiger Regen auf. Die Tiefstwerte liegen bei 14 Grad in Nordbaden, 11 Grad in Bremen bis 8 Grad in der Eifel. Dazu weht schwacher bis mäßiger, im Nordwesten weiterhin frischer und dort in Böen starker bis vereinzelt stürmischer Südwestwind.

Am Mittwoch erwartet uns in der Nordhälfte und besonders nördlich der Mittelgebirge wechselhaftes und sehr windiges Schauerwetter mit örtlich kräftigen Regengüssen und kurzen Gewittern. Dabei besteht die Gefahr von starkem Regen, Sturmböen und lokal eng begrenzt kleinem Hagel. Zuvor bleibt es in Odernähe noch länger heiter. Am freundlichsten wird es in einem Streifen von Sachsen bis zum Rheinland. Ganz im Süden fällt aus dichten Wolken gebietsweise Regen, im Verlauf lockert es hier vom Rhein her auf. Die Temperaturen erreichen nur ausgesprochen kühle 15 bis 20 Grad, in der Lausitz auch bis 22 Grad. Dazu weht schwacher bis mäßiger, im Norden und Nordwesten frischer bis starker Südwest- bis Westwind mit stürmischen Böen. Auf den nördlichen Mittelgebirgsgipfeln, in Küstennähe sowie bei stärkeren Schauern sind Sturmböen mit dabei.


ÜBERSICHT WARNLAGE

Es sind Vor- und Akutwarnungen vor Sturmböen aktiv.

Im äußersten Norden sind Gewittervorwarnungen aktiv. Akutwarnungen erfolgen bei Bedarf zeitnah.

Vom Emsland bis zur Kieler Bucht sowie im gesamten Nordseeumfeld ist eine Starkregenwarnung aufgrund wiederholter und teilweise kräftig sowie gewittrig ausfallender Schauer aktiv.


AUSBLICK WARNLAGE

Am Donnerstag zuletzt auch im Nordosten nachlassender Tiefdruckeinfluss, danach landesweit warnfreies Wetter.

Am Freitag landesweit warnfreies Wetter.

Am Samstag weiterhin warnfreies Wetter, nur am Alpenrand vereinzelte Gewitter möglich.

Daniel Köbele

Dieser Lagebericht wurde am 28.07.2015 um 14:48 Uhr ausgegeben.

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